>Rezension: Das Wörterbuch der Liebenden

>Das Wörterbuch der Liebenden
David Levithan
212 Seiten
Gebundene Ausgabe Grafverlag 2010

Kurzbeschreibung:

Von A wie atemberaubend bis Z wie Zenit – was liegt näher, als die Liebe enzyklopädisch zu erzählen? Diese poetische Manhattan- Love-Story in ungewöhnlicher, verspielter Lexikon-Form ist ein Herzensbuch für jeden, der verliebt ist oder sich verlieben möchte. Jeder Eintrag erzählt einen Schritt der Annäherung, der größer werdenden Nähe, aber damit auch der Verletzlichkeit. Literarisch raffiniert und romantisch, frisch und modern fängt es die alltäglichen Gefühlsstürme der Liebe ein – in der einzigen Gewissheit, dass Liebe nun mal das Flüchtigste auf der Welt ist.

Rezension PiMi:
Das Wörterbuch der Liebenden ist ein Roman geschrieben in Form eines Wörterbuches.
Hinter jedem Wort im Buch, von A wie aberrant (abwegig) bis Z wie zenith (Zenit) versteckt sich passend zum Wort eine kleine Anekdote aus dem Leben der beiden Liebenden.
Der Autor schreibt in der Ich-Form von sich und seiner großen Liebe, die er immer mit Du und nie mit Namen anspricht.

Beispiel S. 21 „antiperspirant: „Kein normaler Mensch riecht nach Backpulver“, sagte ich. „Speisestärke“, verbessertest du.“

Der Leser erfährt in Bruchstücken, wie er und sie sich kennenglernt haben, wie sie den Alltag meistern, worüber sie streiten, lachen, reden und nicht reden.
Die Geschichte ist nicht chronologisch aufgebaut, wie man es aus Romanen kennt, sondern durcheinander, so das es für mich zunächst schwierig war einen angenehmen Lesefluss zu finden.
Die Liebesgeschichte ist eigentlich keine besondere. Zwei Menschen, die sich im Chatroom kennen und sich leidenschaftlich lieben lernen, sie erzählen sich ihre Geheimnisse, ziehen in eine gemeinsame Wohnung, es gibt Streit und Situationen an denen man sich seiner Gefühle füreinander einfach nicht mehr sicher ist.

David Levithan hat keinen Schnulzen-Kitsch-Roman geschrieben, sondern einen Roman, der das Leben eines Paars beschreibt wie man es im richtigen Leben findet. Voller Leidenschaft, Liebe und Gemeinsamkeiten aber auch voller Unstimmigkeiten, Streit, Alltag und Unsicherheit.
Besonders schön fand ich die Wörter die der Autor benutzt.
Die Art, wie er schreibt gefällt mir, da alles sehr poetisch klingt.

Beispiel S. 80 „dispel,v. verbannen, V. Es lag an der Art wie du es aussprachst:“Ich muss dir etwas sagen.“ Ich konnte spüren, wie aller Zauber aus dem Raum entwich.“

Aber auch lustige Passagen kann man finden, meine Lieblingsstelle ist diese:

Beispiel S. 197
„Weißt du, ich würde mir ja ein Tattoo mit deinem Namen stechen lassen. Aber ich will dir die Möglichkeit nicht nehmen, deinen Namen zu ändern, falls dir danach ist.“

Die Idee eine Liebesgeschichte in Form eines Wörterbuches zu schreiben fand ich von Anfang an spannend, konnte mir aber nicht vorstellen, dass man als Leser wirklich einen roten Faden findet.
Einen roten Faden gab es dann doch, wahrscheinlich auch weil ich das Buch innerhalb von einer Stunde gelesen hatte. Was aber auf Grund der kurzen Abschnitte gut gelingt.

Fazit:
Die Idee ein Wörterbuch über die Liebesgeschichte eines Paares zu schreiben gefällt mir nach wie vor ziemlich gut und auch die Umsetzung ist durchaus gelungen, allerdings denke ich dass mir die Geschichte nicht lange im Gedächtnis bleiben wird, da es einfach zu kurz und zu knapp beschrieben wurde.
Mir fehlen Ansatzpunkte die zum Nachdenken anregen könnten. Ansonsten aber eine gute Idee.

Ich bedanke mich ganz lich bei vorablesen.de für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

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