>Rezension< Wasser für die Elefanten

Wasser für die Elefanten
Sara Gruen
Verlag: roro
411 Seiten
Sprache: Deutsch

Rezension PiMi:
Jacob Jankowski ist 90 oder 93 Jahre, so genau weiß er das nicht, er hat aufgehört zu zählen und eigentlich ist es ihm auch egal. Er wohnt in einem Altersheim, pardon man nennt es „betreutes Wohnen“ das klingt nicht so „abgeschoben“, denn so fühlt er sich, alt und abgeschoben…
Aber als eines Tages der Zirkus seine Zelte vor dem Heim aufschlägt, kommen bei Jacob viele Erinnerungen hoch. Denn er kennt das Zirkusleben zu gut. Früher als er noch jung war, hat er bei einem gearbeitet und der Leser taucht mit Jacob ab in eine Welt aus Erinnerungen.

Als Jacobs Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen ist er gerade 23 Jahre alt und steht kurz vor dem Abschluss seines Studiums zum Tierarzt.
Mit dem Unfall zerfällt alles um ihn herum, er ist allein, hat kein Geld und keine Ahnung was er nun mit seinem Leben anfangen soll.
Durch Zufall landet er bei einem Wanderzirkus und weil er „fast“ Tierarzt ist darf er bleiben. Er zieht mit dem Zirkus von Ort zu Ort, von Stadt zu Stadt und mit dabei ist die schöne Marlena in die Jacob sich sofort verliebt.
Marlena ist allerdings mit August verheiratet, dem sowohl charmanten als auch herrischen Dompteur. Und so hat die Liebe der beiden Anfangs keine Chance.
Die Liebesgeschichte rückt zunächst etwas in den Hintergrund, denn das Zirkusleben besteht auch aus ganz viel Freundschaft z.B. die zwischen Jacob und Camel.
Camel ist einer der Arbeiter, der Jacob den Job verschafft hat. Als dieser krank wird, kann der Zirkus ihn nicht mehr gebrauchen. Er ist über und fehl am Platz und Jacob bangt um das Leben seines Freundes. Doch er steht zu Camel, auch wenn dadurch seine Stelle in Gefahr ist.
Und natürlich stehen beim Zirkus die Tiere im Fokus.
Als der Zirkusdirektor eines Tages einen Elefanten ergattert scheint er damit zunächst das große Los gezogen zu haben. Doch die Elefantendame Rosi ist ein schwieriger Fall. Sie ist nicht lernfähig, kann nur fressen und Dreck machen, sie befolgt keinen von Augusts Befehlen und bekommt dessen Wut darüber regelmäßig zu spüren.
Doch Jacob kommt hinter das Geheimnis von Rosi und rettet so die Show.
Allerdings hat Rosi ein gutes Gedächtnis und rächt sich an ihrem aggressiven Dompteur.

Fazit:
Sara Gruen entführt den Leser in die bunte glitzer Welt der Manage aber auch in die nicht so heile Welt hinter den Kulissen.
Sie beschreibt die Kluft zwischen den Arbeitern und den Artisten also die Unterschiede zwischen Arm und Reich.
Sie schreibt über den Zirkus als eine eigene kleine Welt mit eigenen Regeln und Gesetzen und ich fand es wunderbar in diese Welt einzutauchen.

6 Gedanken zu “>Rezension< Wasser für die Elefanten

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