>Rezension< Fräuleinwunder

Fräuleinwunder
Pia Osterwald
Rowohlt Taschenbuchverlag (Mai 2011)
235 Seiten
Sprache: Deutsch

Rezension PiMi:

Die Story beginnt witzig und abgedreht, aber trotzdem nicht unglaubwürdig.

Cosima, 44 Jahre alt, 1 Sohn der bereits auf eigenen Beinen steht, frisch geschieden und schon in den Wechseljahren, bekommt von ihrer Freundin Bille einen Besuch bei der Wahrsagerin Frau Nasila geschenkt. Dieser Besuch katapultiert die selbstbewusste Cosmia geradewegs ins Jahr 1954.
Cosima muss sich dort zurechtfinden und das ist gar nicht so einfach, denn in Deutschland ist eine Frau 9 Jahre nach Kriegsende so gut wie gar nichts wert.
Sie darf muss Kochen, Putzen und Einkaufen, aber wehe sie kocht das Falsche oder sie wirtschaftet nicht richtig, dann bekommt sie Schläge und niemanden interessiert es.
Frauen sollten nicht arbeiten, sondern die Kinder hüten, sie dürfen keine Verträge unterschreiben und brauchen für alles die Zustimmung ihrer Männer.
Cosima kann und will sich dieser „Männergesellschaft“ nicht anpassen und ruft zur Frauenbewegung auf.

Der Roman ist lustig aber auch schockierend, denn das was beschrieben wird war Alltag für viele unserer Omas und Uromas, sie waren abhängig von ihren Männern und es gab nur einige wenige, die sich gegen dieses ungerechte Verhalten durchsetzten konnten.

Es werden Themen angesprochen, wie z.B. Verhütung, Aufklärung, häusliche Gewalt und Abtreibung. Und es war wirklich interessant, wenn auch nicht neu, zu lesen wie verklemmt man früher damit umgegangen ist.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, locker und leicht liest sich das Buch in einem Rutsch.
Was mir nicht so gut gefallen hat, war das Ende. Viel zu überstürzt und das Handeln von Cosima im Bezug auf Paul war für mich nicht nachvollziehbar. Warum ist sie jetzt in ihn verliebt? Weil er gut aussieht? Denn sein Handeln ist nicht groß anders als das vieler Männer im Jahr 1954, er ist ein echter Macho.

Auch der Grund für die Aufgabe die Cosima erledigen muss erschließt sich mir nicht.
Fazit:
Ein netter Roman für Zwischendurch dem am Ende leider das gewisse Etwas fehlt.

Wer hinter dem Pseudonym Pia Osterwald steckt konnte ich nicht erkennen. Hat jemand einen Tipp?

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