>Rezension< Schweinskopf al dente von Rita Falk

Schweinskopf al dente

Rita Falk
Verlag: dtv 2011
239 Seiten
Genre: Krimi/ Humor
Sprache: deutsch


Rezension PiMi:

Franz Eberhofer ermittelt in seinem 3.Fall gegen einen Psychopath der es auf den Richter Moratschek abgesehen hat. Und dieser Psychopath spielt mit ganz fiesen Mitteln, denn er legt ihm als kleines Geschenk einen Schweinskopf ins Bett. Moratschek bekommt natürlich Panik, denn der nächste Kopflose könnte ja schon er sein. Darum flüchtet er, solange der Psychopath auf freiem Fuß ist, zum Eberhofer und das ist halt ärgerlich für den Franz, denn jetzt muss er den Psychopathen finden und zwar schnell, sonst lässt sich der Richter noch häuslich bei ihm nieder.

Wer den Klappentext allzu ernst nimmt und auf einen Thriller alla Schweigen der Lämmer hofft, der wird enttäuscht, denn die Romane von Rita Falk sind eher Comedy  als Krimi, aber das wusste ich zum Glück und habe mir daher auch keine Gänsehautstunden erhofft.

Kommissar Eberhofer ist halt einfach lustig und wenig ernst zu nehmen. Teilweise sind seine Sprüche schon unter der Gürtellinie. Er beleidigt Frauen, Ausländer, Dicke, seinen Bruder, Vater, etc. Aber ich finde es sehr mutig von Frau Falk diese Äußerungen zu Papier zu bringendenn damit kreiert sie eine fiese aber dafür auch sehr authentische Protagonisten. Der Eberhofer ist halt ein Arsch und wenn man seine Sprüche mit einem Augenzwinkern liest, dann ist er in seiner Art sehr lustig.

Für mich war ein Nachteil, dass ich beim Lesen immer dachte „Kennste einen Kennste alle“. Schweinskopf al dente war nicht schlechter als Winterkartoffelknödel, aber eben auch nicht anders. Alles ist ganz nett und kurzweilig, aber nichts ist neu oder überraschend. Der Papa hört Beatles und kifft dabei, nur mit dem Unterschied, dass er seine Leidenschaft jetzt im dritten Roman mit dem Richter teilen kann, wo der ja sowieso gerade dort wohnt. Die Oma kocht und ist liebenswert wie eh und je, Leopold ist eine Schleimsau, Franz ist fies und alle Niederkaltenkirchener sind wieder mit dabei.

Das Buch liest sich gut, man lässt sich von ein paar dummen Sprüchen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und muss nicht großartig nachdenken.

Der Fall rückt mehr und mehr in den Hintergrund und ist meiner Meinung nach zu wenig präsent.

Vermisst habe ich vor allem die Stimme von Tramitz, da ich Winterkartoffelknödel als Hörbuch hatte und Christian Tramitz hat das Buch meiner Meinung nach mit seiner Art zu lesen extrem aufgewertet. Ich denke, dass auch Schweinskopf al dente als Hörbuch noch einen Tick besser sein könnte als das Buch (ist aber nur eine Vermutung, da ich nicht verglichen habe).

Fazit:

Schweinskopf al dente ist genau so wenig Krimi wie Winterkartoffelknödel. Die Romane von Rita Falk sind lustig, wenn man auf ein bisschen derben Humor alla Stromberg steht. Allerdings muss ich sagen, dass mir dieses mal, nachdem ich bereits einen Roman von ihr gelesen habe, die Überraschungsmomente gefehlt haben. Für mich war die Lektüre nett, aber mehr eben auch nicht.

Wer aber von Niederkaltenkirchen nicht genug bekommen kann, der sollte auch Schweinskopf al dente lesen.

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