Vegan Freak – Being Vegan in a non-vegan world

Meine aktuelle Lektüre ist diese:

Vegan Freak – Being vegan in a non-vegan world von Bob Torres & Jenna Torres

Ich möchte hierzu an dieser Stelle einmal ein bisschen weiter ausholen.

Vor ca. 3 Jahren habe ich dieses Buch gelesen:

und ich war praktisch von heute auf morgen davon überzeugt, dass ich nie nie nie wieder Tiere essen möchte und nicht nur das, ich wollte gar nichts mehr essen was von einem Tier stammt und für das Tiere ausgebeutet, gequält, verstümmelt und getötet werden. Und alle die jetzt sagen: “ Das könnte ich nicht, ich esse viel zu gerne Fleisch“ denen muss ich sagen, dass ich genau das auch vor der Lektüre gesagt habe.

Ich habe immer gerne Fleisch gegessen, es liegt also nicht am Fleischgeschmack, dass ich auf einmal keins mehr essen wollte. Vielmehr ging es um ethische Gesichtspunkte. Ich habe mich nach der Lektüre von Skinny Bitch (ich weiß, der Titel klingt tussig und blöd und nach Magermodel-Diät, aber so ist das Buch nicht und „Skinny“ wird man wenn man vegan lebt auch nicht zwingend) auf diversen Internetseiten über das Thema Veganismus aufgeschlaut. Ich habe etliche Bücher zum Thema gelesen und mir einen haufen Kochbücher bestellt (eine Liste mit einer kurzen Bewertung meiner veganen Bücher und Linktipps findet ihr am Ende dieses Posts).

Die mit Abstand beste deutschsprachige Internetseite was Vegane Rezepte betrifft ist für mich die Seite von Ullrykka: www.veganwelt.de. In der Rezeptedatenbank findet man über 2000 Rezepte. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Ich war nie wirklich Veganer, denn ich habe zwar auf tierische Lebensmittel verzichtet, habe aber trotzdem Kleidung, Kosmetik, Putzmittel, Bettzeug (Gänsedaunen), etc. weiterhin ganz „normal“ konsumiert.

Ich muss sagen, dass es gar nicht so schwer war zu Hause vegan zu kochen aber sobald man unterwegs war wurde es kompliziert. In jedem Restaurant wird mit Butter, Sahne, Milch und Käse gekocht. Vegetarische Gerichte findet man immer, aber sobald es Vegan wird, geht die Auswahl gegen null. Selbst in den Nudeln im Restaurant sind fast immer Eier.

Und um ganz ehrlich zu sein habe ich den Käse auf der Mozzarella Pizza schon ein bisschen vermisst. Nach einem Jahr wurde ich also Vegetarier zunächst mit der Einschränkung nur Biokäse und Bioeier zu kaufen und auch dies auch nur ganz selten zu tun. Aber wie das so ist, wenn man erst einmal inkonsequent ist, dann kommt es ja auch nicht mehr drauf an… Ich esse mittlerweile wieder fast täglich Joghurt, Käse und Eier, achte weder drauf was alles in meiner Schokolade steckt, noch ob die Eier in meinen Keksen Bio sind. Und auch auf das Biosiegel auf Milch, Butter und Sahne achte ich leider nicht mehr allzu oft.

Wenn mich jemand fragt, warum ich keine Tiere esse, kann ich eigentlich keine vernünftige Antwort mehr geben. Wenn ich sage „Aus ethischen Gründen“ dann weiß ich, dass ich dann auch keine Milchprodukte und Eier essen sollte und dass ich dann auch keine Lederschuhe oder Daunenjacken kaufen sollte.

Aber was jetzt? Soll ich jetzt wieder Fleisch essen, weil es ja sowieso egal ist? Weil ich als Einzelperson ja nichts ändern kann? Weil wir nun einmal nicht in einer Veganenwelt leben?

Die Antwort lautet: „Nein!“ Ich möchte wieder umdenken, wieder bewußter einkaufen und leben. Ob ich wirklich wieder den Schritt ins Vegane-Leben gehe weiß ich noch nicht, aber meine aktuelle Lektüre „Vegan Freak – Being vegan in a non-vegan world“, hilft mir vielleicht bei einer Entscheidung.

Hier die Liste der veganen Bücher in meinem Regal:

Allgemeines zum Thema:

1. Skinny Bitch

Skinny Bitch ist vielleicht nicht das aufklärenste Buch zum Thema aber es hat mich durch die Art wie es geschrieben ist und die abschreckenden Beispiele wie z.B. die Horrorgeschichten aus dem Schlachthaus, aufgerüttelt und zum Nachdenken animiert. Als Einstiegslektüre, für Leute die sich erstmalig mit dem Thema auseinander setzten eignet sich Skinny Bitch wirklich gut. Es ist zudem noch witzig geschrieben, da die beiden Autorinnen kein Blatt vor den Mund nehmen. Nachteil ist, dass der Titel absolut hohl klingt und meiner Meinung nach die falsche Zielgruppe anspricht.

2. Vegan

Vegan ist ein gut aufgebautes Buch in dem viele Fakten zur veganen Ernährung zu finden ist. Mit Kapiteln zur Nahrungsmittelindustrie und ökologischen Aspekten. Außerdem ganz viel Know-How zum Thema Vitamine, Eisen und Fette  und was man eigentlich täglich so benötigt. Schön finde ich auch einen 14 Tage Eßplan bei dem man auf keine Nährstoffe verzichten muss.

3. Vegane Ernährung

Vegane Ernährung ist für mich eins der besten und umfangreichsten Bücher zum Thema vegane Ernährung. Wer sich wirklich für das Thema interessiert, aber Angst vor Mangelerscheinungen hat, der sollte unbedingt dieses Buch lesen. Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Studien werden herangezogen und diskutiert. Dabei werden die Vorteile der veganen Ernähung sowie die möglichen Schwachpunkte ausführlich beschrieben. Wieviel gramm Eisen steckt in welchem Lebensmittel und wie bekomme ich alle wichtigen Nährstoffe? Vegane Ernährung ist ein Muss für jeden der sich ernsthaft mit dieser Ernährungsform beschäftigt.

4. Tiere Essen

Ein sehr bekanntes Buch zum Thema, welches auch auf den Bestsellerlisten landete (was zeigt, dass bereits ein Wandel stattgefunden hat und die Menschen sich wirklich mit dem was sie essen beschäftigen wollen). Jonathan Safran Foer schildert in seinem Buch ebenfalls die Zustände auf den Bauernhöfen und Tierfarmen. Er beschäftigt sich mit den Fragen, wo kommt das Fleisch eigentlich her? Wie wird es produziert und warum essen wir eigentlich nur bestimmte Tiere? Und kann man diese Tiere bedenklos essen?

Gut finde ich, dass der Autor nicht bekehren will oder dogmatisch predigt, dass das was wir tun falsch ist, sondern einfach und sachlich von dem berichtet, was er bei seinen Expeditionen herausgefunden hat.

5. Anständig essen

In Anständig essen führt Karen Duve einen Selbstversuch durch indem sie sich zunächst ausschließlich von Biokost ernährt, anschließend Vegetarisch, dann Vegan und zum Schluss die frutarische Lebensweise ausprobiert. Sie erzählt locker und witzig wie sie sich fühlte, was sie essen durfte und auch was hinter den einzelnen Einsellungen steckt. Sie führt Interviews mit Veganern und auch mit Frutarieren und öffnet dem Leser damit die Augen ein bisschen mehr darüber nachzudenken was wir essen. Außerdem zeitg sie auf welche Diskussionen man sich gefasst machen muss wenn man eben nicht isst was alle anderen essen. Ebenfalls ein super Buch für den Einstieg, allerdings nicht so sehr schockierend oder mit so vielen Fakten behaftet wie Tiere Essen.

Kochbücher:

1. Skinny Bitch das Kochbuch

Eins der schlechtesten veganen Kochbücher in meinem Regal. Die Zutaten sind extrem schwer zu bekommen und die Rezepte sind dadurch einfach nicht nachkochbar. Es werden Zutaten wie veganer Cheddar, Senfpulver, veganer Speck, veganer Sauerrahm, veganer Schmelzkäse oder geriebener veganer Parmesan gefordert die man nur im Internet oder in speziellen Läden bekommt. Anstatt irgendetwas kreativ zu ersetzen wird einfach auf die Industrie gesetzt, die ja schließlich auch alles was es gibt vegan herstellen kann. Viel zu umständlich und für den alltäglichen Gebrauch nicht zu empfehlen.

2. Vegan Cupcakes, Vegan Cookies und Vegan Pie

Meine allerliebsten Lieblings-Backbücher. Alle Bücher sind mit ganz tollen Fotos illustriert und die Rezepte sind ganz einfach nachzubacken. Zudem schmecken die Cupcakes, Kuchen und auch die Cookies phänomenal und niemand würde hier Eier, Butter oder Milch vermissen. Außerdem erhält man Tipps wie die perfekten Cupcakes, Kuchen oder Cookies gelingen und was man „falsch“ gemacht haben könnte wenn es mal daneben geht. Leider nur auf englisch und mit Cup-angaben erhältlich (Ich habe mir irgendwann einen Messbecher zugelegt auf dem Cupeinheiten angegeben sind, eine Tasse wie der Name schon sagt, tut es aber auch), aber nach 2-3 nachgebackenen Rezepten ist auch die Sprachhürde genommen, da man dann auch die Zutaten auf englisch kennt.

I love love love it !!!!

3. Vegan Meals for One or Two

Ein englisches Buch mit Gerichten wie der Name schon sagt, für Singles oder Paare. Das Buch ist leider ohne Fotos oder Illustrationen aber es enthält den ein oder anderen Schatz wie z.B. Frozen Berry Banana „Ice Cream“.

4. Table for Two

Auch dieses Buch ist englisch und auch dieses Buch enthält leider keine Fotos oder Illustrationen. Aber auch hier finden sich viele kochbare Rezepte ohne lange Zutatenliste, die schnell zubereitet und lecker sind. Als Extra gibt es Super duper quick & Easy Recipes und Kid-pleasing recipes.

5. Das Beste aus der veganen Küche

Ein deutsches Kochbuch von Ingrid Newkik (Mitbegründerin und Präsidentin der internationalen Tierrechtsorganisation (PETA)) Leider auch hier nur 8 Fotos. Dafür aber 150 Rezepte aus aller Welt und für jeden Geschmack. Ebenfalls gut nachzukochen wobei es auch hier Rezepte gibt bei denen Sojakäse oder veganer Parmesan verlangt werden.
Alles in allem aber ein gutes und umfangreiches Kochbuch.

6. Käse veganese

Und noch ein Highlight-Kochbuch, das weder veganen Mozzarella oder veganen Parmesan fordert, sondern diesen selbst versucht zu ersetzen. Was man hier für die Rezepte benötigt ist teilweise zwar auch recht ausgefallen, wie z.B. Hefeflocken, Tahin, Kichererbsenmehl und Johannisbrotkernmehl (hat man nicht unbedingt im Schrank) aber wenn man diese Zutaten einmal angeschaft hat, dann kann man ganz viele leckere Gerichte kochen. Ich kann das Buch nur empfehlen. Schade auch hier, keine Fotos 😦 Dafür ein paar Schwarz-Weiß Zeichnungen die das ganze etwas auflockern.

7. Vegan backen

Hier findet das vegane Bäckerherz alles was es braucht um köstliche Kuchen und Torten zu backen. Außerdem eine Einleitung was einen guten Kuchen ausmacht bzw. was man beachten sollte um einen guten Kuchen ohne Milch und Ei zu backen. Wenn man plant vegane Kuchen zu backen, dann sollte man sich ein paar Basiczutaten anschaffen wie z.b. Pfeilwurzmehl oder Agar-Agar. Ansonsten kann man das mit dem backen nämlich schnell wieder verwerfen.

8. Natürlich Vegan

Natürlich Vegan ist ein super schönes, wenn auch nicht ganz günstiges Buch, aber die Rezepte sind, dass merkt man richtig, mit ganz viel Liebe zusammengestellt und mit ganz tollen bunten zeichnungen umrahmt. Ich liebe dieses Buch wirklich und habe schon ganz viele Dinge hieraus gekocht. Die Zutaten die benötigt werden sind, wie der Titel schon vermuten läßt sehr natürlich gehalten, dass heißt man bekommt sie auf jedem Wochenmarkt oder in gut sortierten Supermärkten. Aufgeteilt ist das Buch in Kapitel wie Basisrezepte, Vorspeisen und Frühstück, Salta, Suppen, Vorspeisen,  Getränke, Brot, Kuchen, Desserts und Länderküchen (Afrikanisch, Exotisch, Indisch, Italienisch, Deutsch).

Linktipps:

Es gibt sicher noch hunderttausend weitere tolle Adressen im Web. Ich habe hier einmal eine kleine Liste zusammengestellt von Seiten auf denen ich wirklich immer gerne vorbeischaue.

Seiten auf deutsch:

Wie schon oben erwähnt eine meiner liebsten Rezepteseiten wenn es um vegane Gerichte geht, neben Rezepten findet man außerdem Ideen für vegane Weihnachtsmenüs, Osterideen und Candle light Dinner. Man findet ebenfalls allgemeine tipps und auch eine Linkliste:

Veganwelt

Auch toll und mit vielen Rezepten sowie veganen Produkten aus dem Supermarkt (Eine Art Chefkochseite für Veganer):

Rezeptefuchs

Wer sich allgemeine Infos zum Thema beschaffen möchte, der wird hier fündig:

Peta

Etwas „cooler“ weil für die jüngere Zielgruppe ist die Peta 2 Seite, hier gibt es unter anderem einen super tollen Einkaufsführer auf dem man Cornflakes, Süßkram, Kosmetik und Putzmittel findet (und das sind gar nicht so wenige):

Peta2

Seiten auf englisch:

Eine ganz tolle englische Rezepteseite mit vielen tollen und kreativen Rezepten ist VeganYumYum, Mein liebstes Rezept ist dieses: Knight Night *kreisch* sind die toll oder sind die toll !

Schöne Rezepte, die auch alltagstauglich sind und Kindern schmecken gibt es hier:

Vegan Dad

Wer Ideen fürs Büro, den Kindergarten oder das Picknick am See sucht, der wird hier fündig:

Vegan Lunch Box

Und zum Schluß noch die Seite der beiden Autoren von Vegan Cupcakes, vegan Cookies und Vegan Pie:

The Post Punk Kitchen

Auch eine tolle Seite mit vielen tollen Kosmetik, Styling und Rezepttipps gibt es hier:

The Girly Girl Army

So, und wenn jetzt noch einer sagt, als Veganer könnte man ja gar nichts mehr essen, der sollte nun eines Besseren belehrt worden sein 😉

9 Gedanken zu “Vegan Freak – Being Vegan in a non-vegan world

  1. Ich denke, am wichtigsten ist es, sich bewusst zu ernähren. Und das tust du. Wenn es für dich richtig ist, auf Fleisch zu verzichten, dann tu es. Wenn es für dich aber gleichzeitig richtig ist, dich mit Eiern, Butter und Milch zu ernähren, dann tu auch das. Achte bloß darauf, wo du die Sachen kaufst. Finde ich…

  2. Eine ausführliche Liste zu Thema, ich werd mir auf jeden Fall „Anständig Essen‘ von Karen Duve mal näher anschauen.
    Übrigens, vor Deine Post dachte ich Skinny Bitch wäre ein Diät-Ratgeber, wenn man sich den Klappentext nicht durchliest, kann das Cover einen ganz schon irre führen.
    LG und lass Dich nicht unterkriegen auch wenn das Restaurantgewerbe noch nicht mitzieht, Katarina 🙂

    • Ja, das ist das was mich am Buch stört, es spricht die völlig falsche Zielgruppe an. Wer sich wirklich für das Thema interessiert wird nur durch Zufall aufmerksam. Und ganz ehrlich, wer vegan werden will weil er abnehmen will, der zieht es erstens nicht lange durch und zweitens wird es nicht funktionieren. Ich hab in dem Jahr nicht abgenommen 😉 Anständig essen kann ich nur empfehlen. Bin auf deine Meinung gespannt. Kg

  3. „Anständig Essen“ hat bei mir den Anstoß gegeben, es mal mit veganer Ernährung zu probieren. Wie du schon sagst, klappt das privat zuhause auch ganz gut, wenn man allerdings unterwegs was essen will, hat man ein Problem.
    Ich esse zwar auch manchmal Eier und Milchprodukte, achte aber sehr darauf, dass sie wenigstens Bio sind, wenn nicht vom Bauernhof, wo ich wirklich weiß, wie die Tiere gehalten werden. Ich fühle mich damit wohl und will mir in meinem eigenen Leben nicht zu viel selbst vorschreiben.
    Vielen Dank für die ausführliche Bücherliste und die Linktipps, ich werde mich bei Gelegenheit mal durchklicken und vielleicht finde ich ein paar neue Anregungen.

    • Ja, so hatte ich das ja auch geplant, wenn Eier und Milch, dann sollte das die Ausnahme sein und außerdem bio, besser noch von einem regionalen biohof. Aber leider bin ich etwas vom Weg abgekommen.. Ich hoffe aber, dass ich in Zukunft so handeln werde. Und vor allem werde ich nicht wieder den Fehler machen jeden davon überzeugen zu wollen, dass Massentierhaltung schlecht ist.

  4. Da ich auf einem Bauernhof lebe, auf dem schon seit über 15 Jahren biologisch gewirtschaftet wird, bin ich ja eine große Verfechterin des Bio-Essens.
    Nicht immer kann ich dies zu 100 % ausführen, denn als Studentin ist auch nicht immer das Geld da, aber ich versuche es so gut es geht. Dabei geht es mir in erster Linie um aktiven Tier- und Umweltschutz, aber ich muss auch sagen, dass Biolebensmittel einfach einen viel besseren Geschmack haben.
    Oft werde ich gefragt, wie ich die Tiere essen kann, die ich zuvor noch gefüttert oder sogar mit Namen gekannt habe. Dann antworte ich, dass ich NUR diese Tiere esse, weil ich weiß, dass sie ein gutes Leben gehabt haben. Anderes Fleisch kann und will ich nicht essen. Es ekelt mich an, wenn ich nicht weiß, ob das Tier ein gutes Leben hatte bzw. einen guten Weg in den Tod (hört sich komisch an, aber da gibt es entscheidende Unterschiede). Ganz auf Fleisch zu verzichten kommt für mich nicht in Frage, weil ich es zu gerne esse, aber ich versuche es bewusst zu essen und wirklich in Maßen. Außerdem unterstütze ich mit meiner Einstellung biologische Tierhaltung bzw. Landwirtschaft. Wenn ich einfach kein Fleisch mehr esse, dann tue ich das nicht, denn wenn keiner Bio kauft, dann wird es auch kein Bio mehr geben, obwohl biologische Landwirtschaft die einzig wahre ist, da sie die Natur nicht nachhaltig schädigt, so wie konventionelle es tut.
    Veganer Ernährung stehe ich etwas gespalten gegenüber. Es ist wichtig, dass bspw. Kühe kultiviert werden. Sonst ist es wie in Indien und sie stehen auf der Straße und verhungern. Würden wir keine Milch produzieren, dann würde sich keine Sau (sorry) um diese Tierrasse kümmern, vielleicht würden sie sogar aussterben. Um Milch zu produzieren müssen Kühe nun einmal Kälbchen bekommen. Wohin mit den männlichen Kälbern, wenn keiner Fleisch ist (ich muss dazu sagen, dass ich nur Fleisch von ausgewachsenen Tieren esse. Kein Kalb!!)? Sollen die alle frei rum laufen (womit wir wieder beim Thema verhungern wären) oder sollen sie nach der Geburt tot geschlagen werden, weil sie zu nichts Nutze sind?
    Wusstet ihr, dass eine unserer vom Aussterben bedrohten Haustierrassen Bienen sind? Wenn also keiner Honig ist, gibt es keine Imker mehr, die sich um die Bienen kümmern. Und was mit unserer Umwelt geschieht, wenn es nicht ausreichend Bienen gibt, daran mag ich noch nicht mal denken.
    Das sind alles so Fragen, die man auch beachten sollte, wenn man sich die Frage der Ernährung stellt. Tiere nicht zu Essen heißt also nicht unbedingt ihnen auch zu helfen. Natürlich habe ich vollstes Verständnis, wenn jemand sagt: ich schaffe es nicht etwas zu essen, was mal gelebt hat. Aber wie Buchstabenträume auch schon gesagt hat, wichtig ist halt, dass man sich bewusst ernährt.
    Schön, dass hier so nett darüber geplaudert wird 🙂
    Liebe Grüße Nanni

    • Hallo Nanni,
      Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Wie Du und auch Buchstabenträume schon ganz richtig sagst ist es vor allem wichtig bewußt zu essen. Und sich einfach darüber klar werden was ich esse und wie oft.

      Dass die Tiere, wenn sie niemand essen würde, auf der Straße herumlaufen und verhungern würden wäre wohl ein Horrorszenario, allerdings werden ja nicht von heute auf morgen alle Menschen vegan, es wäre ein langsamer Prozess und wenn die Leute weniger Fleisch essen wird ergo auch weniger Fleisch „produziert“.
      Das mit dem „aussterben“ ist so eine Sache, ich meine warum kann es nicht möglich sein, dass Schweine, Kühe und Hühner in freier Wildbahn überleben? Es wären dann zwar wenige aber sie würden leben so wie die Natur es eingerichtet hat. Es gibt ja nur soviele Kühe, weil wir sie gezüchtet haben.

      Aber es geht ja auch in erster Linie um die Massentierhaltung die ich nicht unterstützen will.
      Ich verteufel oder verurteile niemanden der Fleisch isst (alle Menschen in meinem Umfeld tun das). Auch ich bin ländlich aufgewachsen (zwar nicht auf einem Bauernhof, aber auf dem Dorf, wo ich übrigens immer noch wohne). Schon als Vegetarier bin ich hier ein „Exot“ , Vegan kennen die meisten Leute hier gar nicht 😉
      Aber leider ist es ja so, dass die Menschen einfach viel zu viel Fleisch essen und eben nicht mehr so wie es früher üblich war in Maßen und zu besonderen Anläßen.

      Wenn wir alle etwas mehr Rücksicht aufeinander nehmen (auf Tiere, Pflanzen und Umwelt), dann gehen wir doch schon einen Schritt in die richtige Richtung.
      Ich stelle mich nicht als Ober Umwelt- und Tierschützer hin, im Gegenteil. Auch ich fahre kurze Strecken mit dem Auto, ich esse Süßigkeiten in denen Eier aus Massentierhaltung verarbeitet wurden, trage Leder und kaufe bei H&M. Manches macht man aus Faulheit, manches aus Unwissenheit und manches aus Gewohnheit.

      Wenn ich nur einfach wieder ein bisschen mehr darauf achte was ich konsumiere, dann bin schon froh.

      Liebe Grüße
      Miri

  5. Im Sommer mag das mit den frei laufenden Tieren ja noch gehen, aber im Winter finden sie sicher nicht genug Futter. Deswegen werden Tiere auch schon seit Millionen von Jahren kultiviert.
    In England (in Irland ist das schon seit ein paar Jahren so), gibt es ein Übermaß an Pferden, im letzten Jahr aber nicht ausreichend Futter. Viele haben einfach die Ställe geöffnet und die Pferde frei laufen gelassen. Der größte teil der Tiere ist verhungert.
    In Indien sterben täglich Kühe, weil sie nicht ausreichend Futter finden.

    Es sollte einfach ein bisschen behutsamer mit den Tieren und unserer Natur umgegangen werden und ich hoffe auch immer, dass ich ein paar Menschen zum Umdenken bewegen kann, denn schließlich brauchen wir unsere Umwelt noch ein paar Millionen Jahre.

    Ich bin gespannt auf weitere Bücher, die du zu diesem Thema vorstellst 🙂

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