[Rezension] Holunderküsschen von Martina Gercke

Holunderküsschen

Autor: Martina Gercke
Verlag: mvg verlag
Seiten: 288
Sprache: Deutsch
Genre: Chicklit


Rezension PiMi:

Julia Zoe Löhmer ist frisch verlobt und steckt mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, doch die schöne zeit ist schnell vorbei als sie ihren Johann mit einer Kollegin in flagranti erwischt. Julia ist aufgelöst und ihre ganze Welt scheint auseinander zu fallen. Also was macht Julia, sie geht in eine Bar, betrinkt sich und nimmt dann den nächsten Zug von Freiburg nach Hamburg um sich bei ihrer Freundin Katja auszuweinen. Im Zug trifft sie auf Benni, einen gutaussehenden jungen Mann, dem sie, dank zu viel Alkohol gleich alle ihre intimsten Geheimnisse verrät.

Am nächsten morgen ist Benni verschwunden und Julia kann sich nicht mehr daran erinnern wie sie ins Bett gekommen ist. Doch Benni ist nicht spurlos verschwunden, denn peinlicherweise läuft sie ihm in HH wieder über den Weg.

Das Buch Holunderküsschen hat mich angesprochen, weil sowohl der Titel als auch das Cover und der Klappentext einen locker leichten Frauenroman versprechen. Wer mich kennt und meinen Blog verfolgt weiß, dass ich ab und an gerne Chicklit lese und mich einfach nur gut unterhalten lassen möchte um abzuschalten. Und eins steht fest, das hat Holunderküsschen geschafft. Es ist locker geschrieben und liest sich wie im Flug. Dieser Roman ist Chicklit, das ist klar, aber hat er mich auch gut unterhalten?

Diese Frage muss ich mit Teilweise beantworten. Denn Julia ist mit ihren 29 Jahren genau in meinem Alter und ich fand sie sehr sehr anstrengend. Ich bin einfach nicht mit ihr warm geworden und für eine Journalistin war sie mir viel zu naiv und unreif. Über ihre Schwäche für Hello Kitty konnte ich ja noch hinwegsehen, jeder hat ja seinen Spleen. Und das sie beim Namen Benjamin in lautes Gelächter ausbricht und ein lautes „Blümchen“ heraus posaunt konnte ich auf den Alkohol schieben, aber dieses kindliche Getue , was ja durchaus ganz niedlich sein kann, wenn es nicht Überhand nimmt, wurde mir irgendwann einfach zu viel und ging mir mächtig auf die Nerven. Ein Klischee jagt das nächste, z.B. Tim Mälzer sieht aus wie ein Äffchen, Leute die Ed Hardy tragen sind Proleten und Eheverträge sind unromantisch. Abgegriffen wie ich finde und lachen konnte ich darüber nicht mehr.

Julias neues Leben in Hamburg lief mir auch ein bisschen zu glatt, neuer Job – schwupp, neuer Mann – schwupp und Julias kleinen Schummeleien haben nicht mal Konsequenzen.

Die Story an sich ist aber nicht schlecht, nicht wirklich neu aber typisch fürs Genre mit einem klassischen Happy End.

Harald, der Friseur und Katja waren mir recht sympathisch und bekommen von mir ein extra Sternchen.

Holunderküsschen werde übrigens im Friseursalon von Harald getrunken. Man könnte auch Hugo sagen, aber Holunderküsschen klingt als Titel sehr süß wie ich finde.

Lustig fand ich auch die Situation in der Bar als 2 junge Mädchen Julia als ein Ältere bezeichnen. Ja, Mädels so ist das mit Ende 20, da ist man plötzlich auf Partys immer eine der Älteren, ich weiß das 😉

Alles in allem hat der Roman zwar seine Schwächen, aber er ist trotzdem ein netter Zeitvertreib, er trifft vielleicht nicht ganz meinen Nerv, aber ich kann mir vorstellen, dass viele genau die angesprochenen Klischees witzig und unterhaltsam finden.

Fazit: Ich habe mich zu oft über Julia geärgert aber wenn man sich an den angesprochenen Dingen nicht stört, dann wird man hier gut unterhalten.

Vielen Dank an den mvg Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

2 Gedanken zu “[Rezension] Holunderküsschen von Martina Gercke

    • Danke, ich fand es ja auch ganz nett, wenn mich Julia nicht so genervt hätte, dann wäre es noch besser gewesen. Champagnerküsschen erscheint übrigens im Oktober, das ist der Nachfolger 😉

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