| REZENSION | Journeyman – Fabian Sixtus Körner


Reiseberichte finde ich ja grundsätzlich sehr toll. Fremde Länder, fremde Kulturen, ein wenig „große-weite-Welt-Luft“ schnuppern und dabei ganz gemütlich von der Couch aus Pläne schmieden.
Journeyman hat mich also alleine auf Grund seines Titels schon angesprochen. Der Autor Fabian Sixtus Körner hat ein Reisebuch geschrieben das etwas anders ist, als das was man sonst so kennt.
Sein Plan: Alle 5 Kontinente in einem Jahr bereisen dabei arbeiten aber nur für Kost und Logis und nicht für Geld und das ganze mit einem Startkapital von knapp 250 €. Fabian Sixtus Körner geht also auf die Walz, ganz klassisch und stößt dabei auf einige Hindernisse, denn der Autor ist kein Zimmermann oder Handwerker, sondern Innenarchitekt, Designer, Fotograf und Blogger und sein Arbeitswerkzeug sind seine Kamera und sein Laptop. Ich fand es sehr interessant 2 Jahre und 2 Monate mit dem Autor nach Indien, Alexandria, Shanghai, Kuala Lumpur, Bangalore, Addis Abeba, Brisbane, San Francisco, Havanna  und an weitere Orte zu reisen.

Ich bewundere Menschen, die einfach so alles hinter sich lassen und sich auf machen ins große Unbekannte. Ich selbst bin ja eher ein Landei und ziemlich fest mit meiner Heimat verwurzelt umso spannender fand ich die Reise, die der Autor hinter sich bringt. Eine Reise, die Mut erfordert, weil man sich immer wieder auf neue Menschen und neue Umgebungen einlassen muss und dabei ganz alleine ist. Das schreibt er auch ganz ehrlich, denn es ist eben nicht nur die große Freiheit und das Gefühl von Unabhängigkeit, sondern auch die Einsamkeit die ihn begleitet, wenn er sich mal wieder verabschieden musste von neuen Freunden. Der Autor schreibt von sehr persönlichen Ereignissen, die ihn auf der Reise begleiten. Von seiner Beziehung, die es ebenfalls nicht leicht hat, wenn so viele Kilometer zwischen einem liegen, von Frauen, Freunden, Liebe, von lustigen und traurigen Momenten.

Fabian Sixtus Körner zeigt in seinen Berichten nicht nur die tollen touristischen Ziele der Länder, sondern er schreibt auch über die Wirtschaft, die Politik und die Probleme. Er zeigt das Hinterland, das was man normalerweise nicht zu sehen bekommt, wenn man als Urlauber das Land besucht.

Zusätzlich gibt es QR-Codes, die man mit dem Smartphone einscannen kann und die den Leser direkt auf Fabians Vlog führen. Diese Videos geben dem Buch noch einmal einen ganz speziellen Touch, den es wurde während der Reise fleißig gebloggt und gedreht und im world wide web verewigt.

Fazit: Ein etwas anderer Reisebericht, sehr persönlich, sehr sympathisch und glaubwürdig. Für jeden der gerne sein Fernweh weckt.

Mehr zum Autor gibt es auf seinem Blog >hier<

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