|Rezension| Schlussakkord für einen Mord (Flavias 5. Fall) von Alan Bradley

Verlag: Blanvalet November 2013
400 Seiten
Genre: Krimi
Sprache: deutsch

Seit ihrem 1. Fall, den ich vor fast 3 Jahren las, bin ich großer Fan der 11 jährigen Giftmischerin Flavia de Luce und ihren Fällen. Flavia, die mit ihren beiden Schwestern und ihrem Vater auf dem großen und leider etwas verarmten Anwesen „Buckshaw“ im England der 50er Jahre lebt, kann jedem verschrobenen Ermittler locker das Wasser reichen. Natürlich habe ich auch ihren 5. Fall mit Spannung erwartet.

Dieses Mal geht es um die Aufklärung des Mordes an dem Organisten Mr. Collicutt. Die Leiche wird natürlich von Flavia höchst persönlich gefunden. Ausgerechnet in der Gruft des Kirchenheiligen von Bishop’s Lacey (St. Tankred), die für Ausgrabungszwecke geöffnet wurde, blickt ihr der Ermordete mit einer Gasmaske über den Kopf entgegen.

Wenn man die ersten Zeilen des neuen Buches liest und eine liebgewonnene Figur wie Flavia nun schon so lange begleitet, dann ist es ein bisschen wie nach Hause kommen. Da ist ihr Vater Colonel de Luce, der gewohnt ruhig und zurückhaltend ist aber strenge zeigt, wenn er sie für nötig hält, Mrs. Miller und Dogger, die Angestellten der Familie de Luce und natürlich ihre Schwestern Feely und Daffy, die wie immer ziemlich fies sind und Flavia erzählen, sie wäre ein Wechselbalg und von Kobolden auf der Türschwelle abgelegt worden. Doch Flavia wäre nicht Flavia, wenn sie nicht versuchen würde diese Lüge wissenschaftlich zu wiederlegen. Und so lernt man ganz nebenbei noch ein bisschen über die Zusammensetzung des Blutes und warum Könige wirklich blaues Blut hatten. Ja, ich habe mich heimisch gefühlt auf Buckshaw, zwischen all den altbekannten Figuren.

Im Mittelpunkt des Buches steht der Mord an Mr. Collicutt, den Flavia geschickt und mit ganz viel kriminalistischer Feinarbeit aufdeckt. Sie befragt Zeugen, sucht Spuren und fügt Schritt für Schritt winzige Puzzelteilchen zusammen. Unterstütz wird sie dabei von ihrem treuen Fahrrad Gladys, mit dem sie durch die Felder und Wiesen von Bishop´s Lacy düst und von Alf (Mrs. Mullets Mann). Der Leser erfährt natürlich wieder ein bisschen mehr über die einzelen Figuren z.B. über den Vikar und seinen tragischen Verlust..

Zu den bereits bekannt Namen aus dem mir schon so vertrautem Ort, gesellen sich aber noch ein paar neue. Wie z.B. Adam Sowerby –  Pflanzenarchäologe – der ein Freund des Vikar ist und seine Chance auf alte Pflanzensamen wittert, wenn die Gruft des alten Tankred geöffnet wird, sowie eine Miss Tanty, die sich selbst als Hobbydetektivin sieht und der kleinen Flavia ganz schön Konkurrenz macht.

Am Ende geht es einmal mehr, ziemlich turbulent zu. Flavia riskiert Kopf und Kragen und klärt in alter Tradition Inspektor Hewitt über die tatsächliche Tat auf. Und, soviel sei verraten, der letzte Satz ist ein richtig fieser Cliffhanger und ich glaube ich muss das 6. Buch auf englisch lesen, weil es mir doch noch zu lange dauert, bis die deutsche Übersetzung erscheint🙂

Fazit: Es ist ein Flavia de Luce Roman und zwar ein richtig Guter. Entweder man mag sie oder man mag sie eben nicht aber Schlussakkord für einen Mord ist auf jeden Fall ein Muss für Fans und für alle die auf clevere, unblutige Kriminalromane abfahren.

5sterne

Reiheninfo:

1. Mord im Gurkenbeet
2. Mord ist kein Kinderspiel
3. Halunken, Tod und Teufel
4. Vorhang auf für eine Leiche
5. Schlussakkord für einen Mord

2 Gedanken zu “|Rezension| Schlussakkord für einen Mord (Flavias 5. Fall) von Alan Bradley

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