|Rezension| The Accidental Life of Jessie Jefferson

Autor: Paige Toon
Verlag: Simon & Schuster (2014)
307 Seiten
Genre: Jugendbuch
Sprache: englisch

„I wonder if he´d been there for me at that age, fixing my broken toys.“ S.108

Das ich großer Paige Toon Fan bin, sollte der aufmerksame Leser bereits mitbekommen haben. Als ich hörte, dass Anfang 2014 ihr 1. Jugendbuch auf den Markt kommt, habe ich es natürlich direkt vorbestellt und auch sofort verschlungen. Besonderst toll fand ich vor allem, dass wir Johnny Jefferson wieder treffen, falls ihr die Johnny Jefferson Bücher (Johnny be good und Baby be mine sowie Johnnys Girl) noch nicht kennt, dann solltet ihr sie unbedingt vorher lesen. Es ist zwar kein muss um „The Accidental Life of Jessie Jefferson“ zu verstehen, aber man kennt dann zumindest schon die Vorgeschichte und die Figuren, Meg und Johnny und wie die beiden zusammengefunden haben.

„The Accidental Life of Jessie Jefferson“ hat mir von der ersten Seite an richtig gut gefallen. Wir steigen ein in Jessies Leben, das zur zeit gar nicht toll ist. Erzählt wird die Geschichte aus Jessies Sicht. Ihre Mutter ist tot und sie lebt bei ihrem Stiefvater Stu. Mit ihrer langjährigen Freundin hat Jessie, seit dem Tod ihrer Mutter, kaum noch Kontakt und sie verbringt ihre Zeit mit Party, Alkohol und Zigaretten (Der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm).
Jessie war mir nicht wirklich sympathisch, aber sie tat mir leid. Mit ihren 15 Jahren total entwurzelt zu werden ist sicher nicht leicht. Trotzdem hatte ich oft echtes Mitleid mit dem armen Stu, der eigentlich sein bestes gibt, aber eben niemals ein Vaterersatz für Jessie geworden ist. Dass Jessies Mutter ihr ihren leiblichen Vater verschwiegen hat und auch Stu keine Auskunft geben will, macht es nur noch schwerer. Irgendwann nach langem Betteln lüftet Stu das Geheimnis. Ihre Mutter war eine von Johnny Jeffersons ersten Groupies und aus einer Affäre ist Jessie entstanden. Weder Johnny noch Jessie wussten dies, und als Johnny erfährt, dass er eine 15 Jährige Tochter hat, ist auch er zunächst geschockt.

Nach dem ersten Schock, wird Johnny aber klar, dass er Jessie kennenlernen will und er lädt sie zu sich und seiner Frau Meg nach L.A. ein. Die Situation dort ist für alle ziemlich kompliziert und ich finde, das hat Paige Toon realistisch und glaubwürdig rübergebracht. Meg ist skeptisch, versucht aber nett zu sein. Johnny ist distanziert, will aber ein Vater für seine Tochter sein und Jessie weiß nicht recht wie sie sich beiden gegenüber verhalten soll.

Paige Toon nimmt uns einmal mehr, mit ins glitzernde L.A. In die Welt der Superstars, der Reichen und Schönen und wir feiern dieses Mal mit der „jungen Generation“, wilde Partys. Gut gefallen hat mir, dass Toon es schafft uns eine 15 jährige Protagonistin vorzusetzen, der man ihr alter abnimmt. Oft sind mir Jugendliche in Büchern entweder zu erwachsen oder zu kindisch. Jessie ist da anders, sie testet ihre Grenzen, steckt mitten in der Pubertät. Sie raucht, trinkt und sie rebelliert gegen ihre Erziehungsberechtigten (nicht, dass das alle 15 jährigen zwangsläufig tun – ich hoffe nicht – aber es wirkt auf jeden Fall echt und es passt zu ihren Lebensumständen). Es gibt Jungs und Küsse, Eifersucht und Streit und natürlich ganz viel Selbstfindung.

Leider war mir Meg, die ich doch in den andren Büchern eigentlich immer mochte, über weite Strecken ziemlich unsympathisch. Nicht, dass ich ihre Beweggründe nicht verstehen konnte, es ist sicher nicht leicht einen fremden Teenager in sein Leben zu lassen, und doch war sie mir manchmal zu kritisch und zu unfair. Sie bemüht sich zwar nett zu sein, aber so wirklich abgekauft hat man ihr das nicht. Johnny hingegen, fand ich toll. Er hat sich ehrlich Mühe gegeben, auch wenn er nicht der „Komm in meine Arme“ Vater ist. Er sorgt sich um Jessie und er will sie kennenlernen. Er will sie bei sich haben. Das mochte ich sehr.

Außerdem super fand ich, dass es mal ganz Paige Toon unüblich, keine Dreiecksbeziehung gab. Yeah! Die Beziehung zwischen Jack und Jessie stand nicht allzu sehr im Mittelpunkt, aber war dennoch Teil der Story und hat für ein bisschen Abwechslung gesorgt.

Das Buch liest sich wiederum ganz Paige-Toon-like einfach so, in einem Rutsch weg und auch diejenigen, die nicht so die Englisch-Freaks sind, können es mit diesem Buch versuchen. Die Vokabeln sind recht einfach, so dass man auch mit Basisenglisch dieses Buch gut lesen kann.

Fazit:

Glitter, Glamour und Stars! Dazwischen ein Mädchen, das zu sich selbst und zu seinen Wurzeln finden muss und ein Superstar, der mir immer noch sehr sympathisch ist. Ich kann es kaum erwarten mehr von Jessie und ihrem verunglückten Leben zu lesen.

4 Gedanken zu “|Rezension| The Accidental Life of Jessie Jefferson

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