|Rezension| ZERO. Sie wissen was du tust von Marc Elsberg

Autor: Marc Elsberg
Verlag: blanvalet Verlag (26. Mai 2014)
Seiten:480 Seiten
Preis: 19,99 €
Reihe: –
Kaufen: z.B. hier

Zero

Der gläserne Mensch sind die Stichworte von Elsbergs 2. Zukunfts-Horror-Szenario nach Blackout. Neben den „alltäglichen“ Apps, Smartphones und Onlineplattformen haben sich Cyberbrillen mit automatischer Gesichtserkennung und Internetfunktion sowie einer App mit dem Namen „Freemee“ durchgesetzt. Freemee gibt dem Nutzer Tipps, wie man sein Leben verbessern kann, angefangen bei der Ernährung und Sport über Bildung bis hin zur Kleidung. Freemee wird mit persönlichen Daten gefüttert, erstellt daraus ein Profil und einen Plan zur Steigerung der persönlichen Leistung. Klingt gut, oder? Zumal man diese Art von App ja bereits kennt (Diät und Sporttipps werden doch gerne angenommen). Was spricht also dagegen, wenn Jugendliche ihre Schulischen Leistungen verbessern, weil ihnen die App sagt, sie müssten heute noch 2 Stunden Mathe lernen? Ein Personalcoach für kleines Geld, der den inneren Schweinehund anfeuert! Doch was tun, wenn plötzlich Menschen, Freemeenutzer, sterben weil sie mehr wussten als sie sollten?

Der Plot klingt spannend und auch an Elsbergs Schreibweise gibt es nicht viel Auszusetzen. Er neigt dazu sehr detailliert zu werden, was das Buch phasenweise sehr langatmig werden lässt. Das war schon bei Blackout der Fall. Doch leider hat mich Zero nicht so packen können wie sein Vorgänger. Das Horrorszenario, war zwar sehr realitätsnah geschildert, aber auf Grund der für mich eher undurchsichtigen Motivation der Täter einfach zu konfus. Das Buch hätte locker 200 Seiten weniger fassen können und die wichtigsten Fakten wären trotzdem nicht untergegangen.
Dabei ist es nicht so, dass nichts passiert. Die Journalistin Cynthia Bonsant, die auf Grund ihrer Verbindung zum toten Jungen immer tiefer in die Freemee Machenschaften und damit in größte Lebensgefahr gerät. Ihr Weg führt aber auch zu Zero, dem meistgesuchten Online Aktivist der Welt, der anhand von Videos im Netz auf die Gefahren von Freemee aufmerksam macht. Zero protestiert gegen die totale Überwachung und übertritt dabei selbst das Gesetz.
Minuspunkte gibt es von mir auch für die Charaktere, die ich einfach nicht wirklich greifen konnte.
Cynthias Angst ist zwar spürbar, bleibt aber Oberflächlich. Über Zero erfährt der Leser so gut wie nichts und auch die ermordeten Jugendlichen bleiben im Schatten.

Fazit:
Alles in Allem ein spannendes Thema, dem wir uns stellen sollten, weil es auch uns mehr uns mehr betrifft, das aber hoffentlich in dieser Ausprägung nie Realität wird. Ein Zukunftsszenario was bedrohlicher und realer nicht sein könnte. Gut recherchiert und gut verpackt. Für mich leider zu langatmig und nicht so stark wie sein Vorgänger Blackout.

Vielen Dank an Blogg dein Buch und den blanvalet Verlag

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