|Rezension| Love Letters to the Dead

lovelettersLove Letters to the Dead
Autor: Ava Dellaira
Verlag: cbt (Februar 2015)
Seiten: 288 Seiten
Reihe: –
Genre: Young Adult
vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 Jahre

 

 

Worum geht´s:
Die 15 jährige Laurel soll für die Schule einen Brief an einen Toten schreiben. Sie entscheidet sich für Kurt Cobain, weil ihre Schwester May, die ebenfalls bereits verstorben ist, großer Nirvana Fan war. Es bleibt nicht bei diesem einen Brief. Laurel findet Gefallen daran ihre Gefühle „jemandem“ anzuvertrauen und so schreibt sie in Tagebuchform an Amy Winehouse, Janis Joplin, River Phoenix und an viele weitere Berühmtheiten. Irgendwann merkt Laurel aber, dass ihr die Toten zwar zuhören mögen, aber wirklich helfen können ihr nur die Lebenden. Und so öffnet sie sich bald auch ihren Freunden und ihrer Familie.


Meine Meinung:

Love Letters to the Dead ist eins der Bücher, auf dessen deutsches Erscheinen, ich mich in 2015 extrem gefreut habe. Das Buch ist mir im letzten Jahr, auf unzähligen Blogs (englischen und deutschen) sowie auf Goodreads und Instagram, so häufig begegnet und auf Grund des Titels und des wunderschönen Covers immer und immer wieder ins Auge gefallen.
Ich bin sehr froh, dass der cbt Verlag sich entschieden hat, das Originalcover und den Originaltitel zu übernehmen, denn es ist einfach ein Eyecatcher.

Allerdings ist das Buch ganz anderes als ich dachte, denn die Love Letters sind nicht wirklich Love Letters, sondern Briefe in denen Laurel von ihrem Leben berichtet. Sie schreibt von den Problemen in ihrer Familie, von dem Weggang ihrer Mutter, weil sie mit Mays Tod nicht zu recht kam, von der neuen Schule und von neuen Freunden. Außerdem erfährt der Leser etwas über das Leben der toten Stars, was ich als kleines Goodie extrem cool fand. Jetzt weiß ich, wie das Auto von Janis Joplin aussah, dass River Phoenix als Kind einer Sekte angehörte die Children of God hieß und dass Kurt Cobain bevor er berühmt wurde auf der Straße lebte.

Der Schreibstil von Ava Dellaira auf eine ganz besondere Art und Weise sehr poetisch. In den Sätzen, die tatsächlich klingen als hätte sie ein Teenager geschrieben, steckt so viel Kraft und manchmal musste ich sie zweimal lesen um zu verstehen, wie wahr die Worte von Laurel sind. Da die direkte Rede benutzt wird, musste ich mich zunächst ein wenig an den Schreibstil gewöhnen, aber in den Briefen steckt ganz viel Charme und sie klingen total glaubhaft. Nach ein paar Briefen fühlte ich mich sogar selbst angesprochen und hatte das Gefühl Laurel schon ewig zu kennen.

Lange Zeit tappen wir als Leser im Dunkeln und fragen uns, was in der Nacht geschah, als May starb. Doch Laurel verrät es uns zunächst nicht, denn sie hat es noch nie jemandem erzählt. Wir wissen nur, dass Laurel sich große Vorwürfe macht und sich die Schuld an allem gibt. Laurel gibt sich auch daran die Schuld, dass ihre Mutter fort gegangen ist.

Viele Themen die Jugendliche etwas angehen werden angesprochen. Das sind unter anderem Drogen, Scheidung, Homosexualität, Psychische Erkrankungen, Tod eines geliebten Menschen, Partys, häusliche Gewalt bis hin zu Vergewaltigung. Man könnte meinen, dass die Autorin übertreibt und zu viel auf einmal will. Doch dieses Gefühl hatte ich gar nicht. Ich fand es nicht überladen oder gar übertrieben. Es passte alles in die Story. Es passte zu den Figuren und zur Umgebung in der sie leben. Die Themen wirkten auf mich schlüssig und machen Laurels Geschichte rund.

Ein bisschen erinnerte ich mich bei der Lektüre von Love Letters to the Dead an „Willkommen im Leben“. Dabei haben die Handlungen gar nicht viel gemeinsam. Vielleicht lag es daran, weil es um das Erwachsen werden geht. Und weil mich die Beziehung zwischen Laurel und Sky irgendwie an die Begegnungen zwischen Angela Chase und Jordan Catalano erinnerte, aber das nur am Rande!😉

Fazit:
Love Letters to the Dead ist ein Buch über das  , welches mich ganz tief berührt hat. Ich bin verliebt in Ava Dellairas Worte, in ihre wundervollen Sätze, die sie zu dieser schönen Geschichte vereinte. Love Letters to the Dead ist eins meiner Lesehighlights im März und es hat gute Chancen auf meiner Lieblingsbuchliste zu landen. Großartig!

Vielen Dank an den cbt Verlag!

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