|Rezi| Das Lied des blauen Mondes von Natalie Simon

das lied des blauenBuchinfos:
Erscheinungsdatum Erstausgabe :19.06.2015
Verlag : Aufbau TB
ISBN: 9783746631400
Seiten: 304
Sprache: Deutsch
Preis: 9,99 € (z.B. >hier*<)
Reihe: –

Meine Meinung:

Ich liebe Bücher, die in Paris spielen! Darum musste ich auch nicht lange überlegen, als ich vom Aufbau Verlag die Anfrage bekommen habe, ob ich Das Lied des blauen Mondes lesen möchte. Es geht um Manon Monnier, die in den 60er Jahren erfolgreiche Chansonnière (also eine Chanson Sängerin) war. Sie kehrt nach Paris zurück um ihr Erbe anzutreten. Hier wird sie an ihre Vergangenheit erinnert und vor allem an ihre große Liebe Jean-Claude. Er hat ihr ein Haus vererbt, ein Haus in dem er und Manon nie zusammen gelebt haben. Eine Liebe, die nicht sein sollte. Und es geht um Manons Nichte Juliette, die gerade ihre Beziehung beendet hat und die nun nicht mehr an die Liebe glaubt. Manon zeigt ihr, dass es sich, trotz aller Widrigkeiten, doch immer wieder lohnt, zu lieben. Als Gérad in ihr Leben tritt, versucht Juliette mit allen Mitteln gegen ihn anzukämpfen. Doch Manon lässt nicht locker und arrangiert Treffen bei gemeinsamen Kochabenden.

Ich mochte vor allem die Art, wie über Paris geschrieben wird. Paris, diese ganz besondere Stadt, mit dem unübersichtlichem Verkehr und den vielen Menschen. Man fühlt sich beim Lesen, als wäre man dort. Als würde man Salat mit Birnenspalten, cremigen Ziegenkäse und Pekanüssen zubereiten. Natürlich gibt es Croissant und Kaffee und amour. Es geht um unerfüllte Liebe, die aber so stark ist, dass auch nach vielen Jahren nicht in Vergessenheit geraten ist und es geht um junge Liebe. Liebe gegen die Juliette versucht sich zu wehren, die aber einfach da ist. Ich mochte, wie die Hauptfiguren,  Tante und Nichte, miteinander umgehen. Manon ist eine Grande Dame, also eine Künstlerin, die sehr viel Selbstbewusstsein ausstrahlt, die mit Männern flirtet und das ganz selbstverständlich, obwohl sie nach Jean-Claude nie wieder einen Mann so geliebt hat.

„Wie machst du das? Du bist gerade mal ein paar Wochen in Paris und kennst mehr Männer, die du zum Essen einlädst, als ich. Und ich lebe hier! Und dann kochen deine Gäste auch noch.“

Juliette ist noch recht jung, sie hat gemeinsam mit ihrem Freund Guy ein Atelier, in dem sie Möbel restaurieren. Aber zurzeit geht nicht nur in der Liebe alles schief. Auch beruflich wird Juliette auf die Probe gestellt. Da passen ihr die Verkupplungsversuche ihrer Tante mit Gérad natürlich gar nicht.

Besonders die Geschichte von Jean-Claude und Manon hat mich zu Tränen gerührt. Es waren schwere Zeiten für Beide und ihr Schicksal fand ich wirklich sehr traurig.

„Sie legte ihren Schmerz in ihre Musik, die von verlorener Liebe und gestohlenen Küssen erzählte.“

Bei Juliettes Geschichte hingegen hat mir der gewisse Funke gefehlt. Es war nett zu lesen, aber ich konnte ihre Gefühle nicht wirklich greifen. Was aber an dem Lesevergnügen nicht viel geändert hat. Dafür ziehe ich einen Stern ab. Ansonsten fand ich es wirklich sehr gelungen.

Am Ende des Buches ist noch ein Chanson vom Lied des blauen Mondes abgedruckt, der noch einmal zusätzlich, französischen Flair schafft.

Fazit: Eine herzzerreißende und eine herzerwärmende Geschichte in Einem. Wer Bücher, mit dieser ganz besonderen Pariser Atmosphäre, wie z.B. die von Nicolas Barrau mag, der sollte sich Das Lied des blauen Mondes einmal genauer anschauen. Mir hat es gut gefallen.

 

4sterne

Autoreninfo: Hinter dem Pseudonym Natalie Simon stehen die beiden Autorinnen Tania Schlie, die u.a. als Lektorin arbeitet und Katrin Traoré, die in einer Stiftung tätig ist. Die Freundinnen haben zur selben Zeit ein Jahr in Paris verbracht, wo ihre Liebe zu der Stadt entstand. „Das Lied des blauen Mondes“ ist ihr erster gemeinsamer Roman. Quelle: Aufbau Verlag

Vielen Dank an den Aufbau Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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