Buchvorstellung :: Fremd sein

cropped-fremdsein-cover-klein„Wann haben sie sich zuletzt fremd gefühlt?“

Ich habe von der lieben Bianca Fritz, der Herausgeberin diese Buches, die Anfrage bekommen, ob ich Interesse daran hätte Fremdsein auf meinem Blog vorzustellen. Ich bekomme solche Anfragen ständig und in der Regel, lehne ich ab. Meine Zeit ist begrenzt und Bücher die mich interessieren und die ich lesen und rezensiern möchte, die kaufe ich, leihe ich oder frage sie eben selbst beim Verlag an.

Bei Fremdsein war es anders. Fremdsein ist eine Herzensangelegenheit, sowohl für die Herausgeberin, als auch für die Autoren, die hier ihre 15 Geschichten veröffentlichen durften. Versteht mich nicht falsch, sicher ist jedes Buch ein Herzensprojekt und jeder Autor steckt viel Arbeit und Liebe in sein „Baby“, aber dieses Buch ist schon darum etwas Besonderes, weil der gesamte Erlös an World Vision Schweiz und terre des hommes geht. Diese beiden Hilfsorganisationen setzen sich für Flüchtlingskindern rund um Syrien und der Balkanroute ein.

Die Idee hinter diesem kleinen Büchlein und die Werte, die damit vermittelt werden, müssen meiner Meinung nach einfach geteilt werden. Ich finde es großartig, dass das Ebook nun auch als gebundene Ausgabe erhältlich ist und Fremdsein somit hoffentlich noch viel mehr Menchen erreichen kann.

Wie oben bereits erwähnt enthält das Buch 15 Kurzgeschichten, die sich alle mit dem Thema beschäftigen, wie es ist Fremd zu sein. Es sind nicht nur Flüchtlingsgeschichten, sondern auch ganz alltägliche Situationen, in denen man sich auch im eigenen Land, fremd fühlen kann oder fremd gefühlt hat.

Weitere Infos findet ihr hier: fremdsein.net

ISBN: 978-3-7418-5701-0

 

:: Rezension :: Talon – Drachennacht von Julie Kagawa

talonWer Fantasy im Jugendbuchbereich mag, der kommt an Julie Kagawa nicht vorbei. Ihre Plötzlich Fee Reihe habe ich geliebt und auch die Plötzlich Prinz Reihe stand ihr in nichts nach. Talon ist ebenfalls eine sehr, sehr coole Reihe rund um das Drachenmädchen Ember, die mit ihrem Zwillingsbruder Dante in der Welt der Menschen leben soll um ihre Gewohnheiten zu studieren. Doch der Drachenbund Talon scheint nicht so zu sein, wie er vorgibt.

Da es sich bei Talon – Drachennacht um den dritten Band der Reihe handelt, werde ich zum Inhalt nicht viel schreiben, da ich niemanden spoilern möchte.

Auch der dritte Band ist mit knapp 500 Seiten wieder ein richtiger Klopper, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, Kagawa Fans wissen das. Das Buch liest sich schnell weg. Das liegt zum einen daran, dass die Seiten relativ dick sind, die Schrift recht groß und , dass es ein Jugendbuch ist, dass heißt es ist  sowieso nicht so kompliziert zu lesen.Kagawas Schreibstil mag ich wirklich gerne, er ist schnell und flüssig und einfach angenehm zu lesen. Die Story ist ebenfalls wieder sehr cool und knüpft direkt dort an, wo der zweite Band aufhört. Man fühlt sich direkt wohl, in der Welt der Drachen und ich hatte keine Probleme den Faden wieder aufzunehmen.

Wie schon in den vorherigen Bänden, lesen wir die Story immer abwechselnd aus verschiedenen Sichten. Wir lesen die Sicht von Ember, Dante, Garret und Riley. Das führt dazu, dass man die Figuren sehr gut kennenlernt und man viel Abwechslung in die Geschichte bekommt.

Ich mochte bisher alle Teile der Reihe und auch dieser dritte Band ist meiner Meinung nach wieder sehr gut gelungen. Er ist aktionreich und spannungsgeladen und er endet mit einem echt fiesen Cliffhanger. Ich bin schon sehr gespannt, welche Gefahren die Figuren ind den folgenden Büchern noch bestehen müssen und welchen Intrigen und Feinden sie sich noch stellen müssen.

Fazit:

Ich denke, wer die ersten beiden Talon Bände mochte, der wird auch an diesem dritten Band seine Freude haben. Wir haben Liebe, Aktion, Freundschaft und sehr viel Spannung. Alles in allem ein sehr gut gelungener dritter Band.

Vielen Dank an den Heyne fliegt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Weitere Bände der Reihe:

talon talon

 
Originaltitel: Soldier :: Aus dem Amerikanischen von Charlotte Lungstrass-Kapfer :: Originalverlag: Harlequin Teen :: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten :: Erschienen: 31.10.2016:: ISBN: 978-3-453-26972-9 :: € 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis) :: Verlag: Heyne fliegt

Hier geht es zu meiner Rezension zu Band 1

|Überraschungspost| Der Tag an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel

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Gestern erreichte mich ein kleines, feines Päckchen von Lovelybooks und dem Dumont Buchverlag mit einer goldigen Überraschung. Die Schneekugel hat sich gleich mein Sohn unter den Nagel gerissen. Der Inhalt des Buches klingt vielversprechend:

Die schönste Fish-Out-Of-Water-Story des Jahres!

Goldfisch Ian fällt. Aus dem 27. Stock. Auf seinem Weg nach unten fliegen die Fenster des Wohnhauses in rasender Geschwindigkeit an ihm vorbei – und mit ihnen die Geschichten der Menschen, die dahinter wohnen. Während Ian immer schneller auf den Bürgersteig zurast, fiebern wir nicht nur mit ihm mit, sondern erhaschen durch seine Augen einen Blick auf die Schicksale dieser Menschen. Ein Leben wird dabei beginnen, eines enden, und am Schluss begreifen wir, dass das Glas, das uns vom Rest der Welt trennt, zerbrechlicher ist, als wir glauben. Dann wird auch klar, warum Ian eigentlich fällt – und was passiert, wenn er landet.
In ›Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel‹ geht es buchstäblich um Leben und Tod. Bradley Somer klappt das Haus in der Roxy Street auf wie eine Puppenstube und erweckt die Figuren darin auf wunderbar liebevolle, spielerische und humorvolle Weise zum Leben.

Quelle: dumont Buchverlag

Ich freue mich schon sehr auf Goldfisch Ian und darauf was er alles zu erzählen hat.

|Buchvorstellung| Die 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär von Walter Moers

Autor: Walter Moers
Verlag: Goldman 2002
Seiten: 704
Genre: Fantasy/ Humor
Sprache: deutsch

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Darum geht´s:

Käpt´n Blaubär erzählt in chronologischer Reihenfolge von 13 ½ seiner insgesamt 27 Leben. Er erzählt von Zamonien, von Dimensionslöchern, wilden Meeren, Nachtschulen, vom Malmstrom, den Klabauterinseln und der Moloch. Sagt Euch nichts? Dann lest unbedingt dieses Buch.

Ich habe schon einige Moers Bücher gelesen, aber empfehlen würde ich „Neulingen“ auf jeden Fall mit diesem Buch zu starten. Hier wird wirklich jedes „Fremdwort“ erklärt und zwar mit Hilfe von Prof. Dr. Abdul Nachtigallers „Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomenen Zamoniens und Umgebung“. Ganz vorne im Buch findet der Leser ein Vorwort, von Blaubär und im Anschluss 2 wundervoll von Walter Moers illustrierte Karten von Zamonien und Umgebung. So erfährt der Leser, in welcher Welt wir uns befinden. Nämlich in einer in der es einst neben den Kontinenten die wir kennen, noch viele weitere gab die nach und nach dem Meer zum Opfer fielen. Zamonien lag demnach irgendwo zwischen Afrika und Amerika und östlich von Zamonien lag die Superstadt Atlantis.

Wir begleiten also den Seebären Käpt´n Blaubär auf seiner Reise durch 13 ½ spannende, mal kurze und mal lange Leben. Treffen Hexenspinnen, Berghutzen, Pterodaktylus Salvatus (Rettungssaurier), Klabautergeister, Tratschwellen und auch Menschen. Es sind abenteuerliche Geschichten die Blaubär erzählt.

Sein 1. Leben erzählt von seinem Leben als Zwergpirat.

Sein 2. Leben verbringt er bei den Klabautergeistern die sich von Angst und Tränen ernähren

Sein 3. Leben trägt den Titel auf der Flucht – hier trifft er auf Tratschwellen

Sein 4. Leben verbringt er auf der Feinschmeckerinsel. Er frisst den ganzen Tag, bis er sich nicht mehr bewegen kann, weil er Kugelrund geworden ist.

In seinem 5. Leben ist er Navigator von Mac dem Rettungssaurier mit den schlechten Augen.

Sein 6. Leben findet in den Finsterbergen in Prof. Dr. Abdul Nachtigallers Nachtschule statt. Der Prof. ist Eydeet und hat 7 Gehirne (ein normaler Eydeet hat 3, ein hochbegabter 4 und ein Genie 5). Eydeeten sind die intelligentesten Wesen Zamoniens und von ihnen stammt der Spruch „Wissen ist Nacht“ da sie nur bei absoluter Dunkelheit richtig gut denken können. Hier findet Blaubär echte Freunde und lernt eine Menge für sein weiteres Leben.

In seinem 7. Leben im großen Wald trifft er das erste Mal auf einen anderen Blaubären, auf eine Blaubärdame um genau zu sein, aber auch auf eine riesen Spinne und so ist er schnell wieder auf der Flucht.

Sein 8. Leben verbringt Blaubär im Dimensionsloch, was sehr konfus ist, weil hier vorne und hinten und oben und unten vertauscht sind. Ebenso Nord und Süd und Vergangenheit und Gegenwart und so fällt man durch alle Zeiten gleichzeitig.

Sein 9. Leben verbringt er in der Süßen Wüste und reitet auf einem Kamadar.

Sein 10. Leben: Tornadostadt ist wohl eins der skurrilsten. An einer Haltestelle in der Wüste wartet Blaubär auf den Tornado und steigt ein. Ruck Zuck altert er um 60-70 Jahre, so wie jeder der im Inneren des Tornados lebt. Der Tornado ist eine Rentnerstadt, hier lebt man ohne große Abenteuer, spielt und erzählt sich Geschichten von damals. Blaubär trifft auf einen alten Bekannten, dem er einst mit Mac das Leben rettete und auch erstmals auf Menschen („wenig intelligente Wesen“) die man aus Atlantis vertrieben hatte.

Sein 11. Leben im großen Kopf erzählt von seiner Reise durch den Bollogg Kopf. Aber eine schlechte Idee mit dem Namen 16U hilft ihm auf dieser Reise.

In seinem 12. Leben ist er endlich in Atlantis angekommen. Dieses Kapitel ist wohl das umfangreichste des Buches, mit fast 200 Seiten. Hier backt er Pizza in der Hoawief Pizzeria (es gibt auch ein Rezept zum nachbacken) und er trifft auf Volzotan Smeik, einer fiesen Made, die Lügengladiatoren in die Arena schickt. Smeik ist sofort begeistert von der „anscheinend“ so blühenden Fantasy des Bären und Blaubär lässt sich auf Smeik ein, erzählt in der Arena Lügenmärchen und Seemannsgarn und natürlich von seinen vorherigen Leben, die besser sind als jede Lüge. Doch wer mit Smeik Geschäfte macht, der spielt mit dem Feuer und Blaubär hat Glück, dass ein Wolpertinger Namens Rumo ihm zur Seite steht.

Sein 13. Leben verbringt Blaubär auf der Moloch, dem größten Schiff der Welt. Niemand der dieses Schiff jemals betreten hat, hat es lebend wieder verlassen. Auf der Moloch kommt es zu einem spektakulären „Endkampf“.

Sein 13 ½ Leben verbringt Blaubär den lieber erst einmal in Ruhe. Er hat ja noch 13 ½ leben vor sich und wer weiß, was noch kommt.

Fazit:
Großartig! Wirklich ein Must-Read für alle Fantasyfans.