[Rezension] Natürlich Heike – So lebe ich mein Gartenjahr von Heike Boomgaarden

Natürlich Heike – So lebe ich mein Gartenjahr

Autor: Heike Boomgaarden
Verlag: Ulmer 2012
155 Seiten
Genre: Sachbuch
Sprache: deutsch
Bestellen für 24.90 € z.b. >;hier<;

Darum geht´s:

Das Buch ist in 4 Abschnitte gegliedert: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Jeder Abschnitt ist noch einmal nach Monat unterteilt und für jeden Monat gibt die Autorin Heike Boomgaarden, dem Leser Tipps und Tricks rund ums gärtnern, kochen, backen, dekorieren und pflegen an die Hand.

Über die Autorin:

Heike Boomgarden hat eine Obstbaumlehre abgeschlossen und anschließend Gartenbau studiert: Nachdem sie viele Jahre Praxiserfahrung sammeln konnte, bekam sie eine Gartensprechstunde im Radio. Mittlerweile macht sie mehrere Sendungen im Radio und im Fernsehen (z.B. „ARD-Buffet“) in denen sie ihr Wissen weiter gibt.

Meine Meinung:

Meine Liebe zum Gärtnern habe ich vor 4 Jahren entdeckt, als ich auf vielen tollen Blogs entdeckte, dass man Chilis selbst anbauen kann. Seitdem werden Samenkörner zu Babys, sie werden in Kamille gebadet und mit ganz viel Liebe der Erde übergeben. Nach und nach kamen weitere Pflanzen hinzu, bis ich im letzten Jahr einen richtig schönen kleinen Gemüsegarten angelegt hatte.

Als ich bei Blogg dein Buch also einen Gartenratgeber sah, musste ich mich einfach bewerben und siehe da ich hatte Glück.

Das Buch ist wirklich wunderschön gestaltet, es enthält unzählige Fotos, von Blüten und Früchten, von Bäumchen und Sträuchern.

Besonders hilfreich finde ich, die Schritt für Schritt Anleitungen, die ebenfalls bebildert sind.

  • Wie lege ich ein Frühbeet an?
  • Wie pflege und schneide ich meine Obstbäume?
  • Wie topfe ich meine Orchidee um?

Es gibt neben Gartentipps auch Rezepte für Gesichtsmasken und Törtchen, die man mit selbst angebauten Lebensmitteln zaubern kann. Außerdem gibt es Dekotipps für jede Jahreszeit.

Ich persönlich fand die Dekotipps nicht allzu prickelnd, ein wenig altbacken und ein wenig zu sehr Landhaus, aber alles andere hat mir überaus gut gefallen. Wer wie ich gerne kocht und sich auch mal an selbstgemachter Ringelblumensalbe versuchen möchte, der findet hier ein paar echt schöne Dinge, wie z.B. auch den Grünen-Kräuter-Smoothie um gesund durch den Winter zu kommen.

Ich habe für diesen Sommer eine „Kräuterspirale“, ein „Zaubertrankgärtchen“ und einen „Müslibalkon“ geplant. Alles ist bzw. klingt, ich weiß ja nicht ob es klappt, aber ich bin da ganz zuversichtlich, so einfach wie genial und ich freue mich schon auf die ersten Sonnenstrahlen.

Für wen ist dieses Buch?

  • Für Gartenfans mit einem großen Garten, die eine nette und leicht zu lesende Sammlung von Tipps und Tricks suchen
  • Für alle, die Naturkosmetik mögen
  • Für alle, die Hausmittel und Rezepte aus dem eigenen Garten mögen
  • Für Menschen, die sich gerne etwas Natur, als Deko, ins Haus holen
  • Für alle, die nichts dagegen haben, dass die Autorin sehr oft auf den Fotos zu sehen ist
  • Für alle, die sich im Garten schon ein bisschen auskennen

Nicht erwarten sollte man:

  • Schritt für Schritt Angaben, wie ich einen (Gemüse)Garten anlege und welche Sorten ich wann und wo pflanze
  • Detaillierte Tipps zur Schädlingsbekämpfung (Schildläuse werden kurz angesprochen und auch ein kleines Kapitel über Nützlinge gibt es, aber welche Schädlinge, wie am besten bekämpft werden gibt es nicht)
  • Ein Buch über Pflanzenlehre

Fazit:

Ich mag dieses Buch und ich mag die Tipps, die die Autorin gibt. Kein „klassisches“ Gartenbuch welches mir erklärt, wann ich nun meinen Sellerie auspflanzen muss, aber für Hobbygärtner mit ein wenig Erfahrung, genau das Richtige.

4sterne

Vielen Dank an Blogg dein Buch und Ulmer

>Chilizucht 2012< Da bin ich aber wirklich spät dran…

Ich bin ja nun seit 3 Jahren Chiliselbstversorger. In meinem ersten Jahr als Chilimama, habe ich es mir noch relativ leicht gemacht und  fertige Pflänzchen gekauft. Diese habe ich in große Töpfe auf meinem kleinen Balkon gepflanzt, gepflegt und geerntet. Hat super funktioniert, also wenn ihr keinen Garten habt, ein Balkon tut es auch.

Im zweiten Jahr, habe ich es dann gewagt und selbst Chilisamen gekauft (hier). Diese wurden dann Ende Februar vorgezogen, mit allem PiPaPo (Kamillebad, Anzucht und umtopfen) bis dann große Pflanzen entstanden, die ich in mein kleines Stück Garten pflanzte, welches mir meine Oma “vererbt” hatte.

Hier mal ein paar kleine Impressionen:

Nun bin ich wie schon der Titel sagt, ziemlich spät dran, denn Ende Februar spätestens Anfang März sollten die Samen in die Erde… Ich habe den Termin schlichtweg verpennt und die Samen erst heute in die Erde gepflanzt (ohne Kamillebad). Ich wage es einfach mal und werde 5 Sorten versuchen noch hochzupäppeln. Wenn es nichts mehr wird, dann greife ich dieses Jahr halt wieder auf die Pflanzen aus dem Gartencenter zurück, dass ist zwar nicht ganz das Selbe, weil man nicht von Anfang an dabei war, aber immerhin gibt es Chilis ;-)

Eine super Seite zum Thema ist die Pepperworld, wer es also auch wagen möchte und seine eigenen Chilis anbauen will, der kann sich hier Infos und Tipps holen. Toll ist der Crashkurs für Chiligärtner hier wird Schritt für Schritt erklärt was man wann tun sollte und wie man die besten Ergebnisse erzielt.

Also auf ein heißes Jahr, ich werde berichten wie sich meine “Babys” so machen.

>Rezension< Mein Leben im Schrebergarten (Hörbuch)

Mein Leben im Schrebergarten

Wladimir Kaminer

Sprecher: Wladimir Kaminer

132 Minuten

Sprache: Deutsch

Rezension PiMi:

Achtung Berliner Kleingärtner, die Russen kommen!

Wladimir Kaminers Frau hat einen großen Traum, sie will einen Schrebergarten. Sie will grillen unterm Apfelbaum und Kompott kochen mit Früchten aus eigenem Anbau.

Ehe er sich versieht findet er sich zwischen Gemüsebeeten, Obstbäumen und Gartenzwergen in einer Berliner Kleingartenanlage wieder.

Er erzählt wie es ist in eine eingeschworene Gemeinschaft, wie die der Schrebergärtner einzudringen. Er berichtet über die Verarbeitung von Rhabarber, einem typischen deutschen Lebensmittel, über Insekten, über  fußballgucken im Freien und der Spießigkeit der Parzelle. Es gibt Regeln über Regeln, es wird getratscht und gelästert und es werden Regeln gebrochen.

Typisch deutsch und mittendrin Wladimir Kaminer, der mit russischer Leichtigkeit darüber berichtet. Dabei schweift er immer wieder ab, landet bei Haustieren, Exfreundinnen und seiner Jugend.

Toll fand ich, dass Kaminer das Hörbuch selbst liest, weil es einfach echter klingt, weil er anstatt Gemüse, Gemuse und anstatt Stück für Stück, Stuck fur Stuck sagt. Das Buch ist unterhaltsam, weil es authentisch rüber kommt, weil es einen Vorgeschmack bietet, auf laue Sommerabende und heiße Tage im Schatten des Apfelbaums.

Fazit:

Gut ! Unterhaltsam, authentisch und ironisch, eben ein (Hör)Buch für einen Sommer im Schrebergarten.

>Ich höre< Mein Leben im Schrebergarten

Zwar habe ich die Stadt der träumenden Bücher noch nicht beendet und es gefällt mir auch wirklich gut, aber mir ist jetzt einfach ein bisschen nach etwas weniger Märchen und etwas mehr Bodenständigkeit oder sollte ich lieber schreiben Spießigkeit :-)

Und da ich in diesem Jahr ebenfalls stolze Gartenbesitzerin bin, kann ein bisschen Schrebergartenlektüre nicht schaden.

Toll finde ich, dass Wladimir Kaminer sein Buch selbst liest. Mit seinem tollen russischen Akzent  klingt das Ganze sehr authentisch.