:: Rezension :: London von Christoph Marzi

london

Marzis Romane sind für mich ja immer die perfekten Herbst- Winterbücher. Und auch London passt super in diese Zeit, denn es spielt im Winter. es ist kalt, die Luft riecht nach Schnee und in den Häusern sind die Kamine bereits angefeuert.

Wie schon die anderen Romane von Christoph Marzi, ist auch London sehr besonders, fast schon poetisch geschrieben. Ich mag diesen Schreibstil sehr gerne, daher mochte ich London bereits ab der ersten Seite.

London ist der 5. Band der Uralten Metropole. Ich muss zugeben, dass ich selbst nur die ersten beiden Bände (Lycidas und Lilith) gelesen habe. Aber auch ohne die andren Bücher zu kennen, kann man London gut lesen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlt, weil ich Somnia und Lumen nicht gelesen habe.

Emily Laing ist in London kein kleines Mädchen mehr, sondern eine junge Frau von 24 Jahren. Als sie Cambridge besucht und wieder zurück nach London möchte, steht sie am Bahnhof und es gibt plötzlich keinen Zug mehr dorthin. Schlimmer noch, niemand scheint je von einer Stadt Namens London gehört zu haben, nicht einmal Google. Und auch ihre Freunde in London sind telefonisch nicht mehr erreichbar. Zwei mysteriöse alte Damen lesen Emily auf und singen sie praktisch zurück in die verschwundene Stadt. Sie steht auf einmal wieder in London am Bahnhof und trifft dort auf das Waisenmädchen Piccadilly Mayfair. Sie ist, genau wie Emily damals in Lycidas, als Wittgenstein sie fand, verängstigt. Und es gibt noch eine Gemeinsamkeit, denn auch Piccadilly kann mit Ratten sprechen. Ansonsten scheint zunächst in der Stadt der Schornsteine alles wie immer zu sein. Niemand glaubt, dass London je verschwunden war. Doch irgendetwas ist passiert, denn während Emilys Abwesenheit, ist ein Zug spurlos verschwunden und auch die Flüsse fließen in die falsche Richtung.

Was passiert ist und was das Ganze mit Piccadilly zu tun hat, dass müsst ihr natürlich selbst lesen.  Ich kann nur sagen, dass ich London von Anfang an sehr mochte. Ich mochte es, die bekannten Figuren wie z.B. Wittgenstein, Micklewhite, Aurora, Mina und das Irrlicht Dinsdale noch einmal zu treffen und in die Stadt unter der Stadt zu reisen. In die Uralte Metropole in der nicht nur freundliche Gestalten, sondern vor allem dunkle und fiese Kreaturen ihr Unwesen treiben.

Marzi webt ein paar historische Fakten in seine fantastische Geschichte und so lernt man ganz nebenbei auch noch das etwas über London.

“ ‚Wir alle‘, antwortete Wittgenstein, ‚vergessen die wirklich schlimmen Dinge im Leben. Nur so können wir weiterleben‘.“

Manchmal werden Marzis Geschichten ja im Verlauf etwas zu abgedreht, so dass man als Leser am Ende nicht mehr so recht weiß, ob man das nun mochte oder eher nicht.

London mochte ich! Sowohl den Schreibstil, als auch die Geschichte! London ist märchenhaft, fantastisch und irgendwie magisch.

„Bitter und nach Trauer, ja, genau so hatte der Tee geschmeckt, wie Schmerzen, die jemand erhitzt hatte, wie Feuer, das Lachen verbrennt.“

Fazit:

Man kann sich hineinfallen lassen, in die Welt von Emily Laing. Man begleitet sie in die Stadt unter der Stadt, in die Uralte Metropole. Man löst mit ihr im tiefsten Winter das Rätsel rund um Londons Verschwinden. Dabei trifft man auf ziemlich viele fantastische Wesen, die mal netter, mal weniger nett sind! London ist ein richtig tolles Buch und eins meiner Lesehighlights 2016!

Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

London :: Christoph Marzi :: Paperback, Klappenbroschur, 704 Seiten :: ISBN: 978-3-453-31665-2 :: € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis) ::Verlag: Heyne :: Erschienen: 12.09.2016

 

::Rückblick:: Meine Buchhighlights 2015

Das Jahr 2015 ist zu Ende und weil ich es selbst auch immer total gerne bei anderen lese, möchte ich euch an dieser Stelle meine persönlichen Lesehighlights des Jahres zeigen .

Anmerkung: Die Reihenfolge in der ich die Bücher aufgelistet habe richtet sich nach dem Lesezetipunkt und ist kein Ranking.

1. Wie Sterne so golden von Marissa Meyer

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2. Der dunkle Kuss der Sterne von Nina Blazon

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3. Love letters to the Dead von Ava Dellaira

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4. Der Seidenspinner von Robert Galbraith

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5. Die sieben Schwestern von Lucinda Riley

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6. Lieblingsmomente von Adriana Popescue

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7. Mein Sommer am See von Emylia Hall

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8. I Knew you were trouble von Paige Toon

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9. Liebe ist was für Idioten wie mich von Sabine Schoder

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10. Der Marsianer von Andy Weir

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11. After Forever von Anna Todd

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12. Splitterfasernackt von Lily Lindner

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13. Ein Mann namens Ove von Fredrik Backman

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14. Darm mit Charme von Giulia Enders

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15. Der Augensammler von Sebastian Fitzek

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Die Bücher, die ich bereits rezensiert habe, habe ich Euch verlinkt.

Was waren eure Lesehighlights 2015?

|Rezi| Liebe ist was für Idioten. Wie mich. von Sabine Schoder

Autor: Sabine Schoder
Verlag: Fischer Juli 2015
Seiten: 352
Genre: Gegenwartsliteratur/ Jugendbuch
Vom Verlag empfohlenes Alter: ab 14 Jahre
Preis: Taschenbuch: 12,99 € z.B. >hier*<
Reiheninfo: –

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Meine Meinung:

Heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen, auf das ich sehr gespannt war, weil es richtig gute Kritiken bekommen hat und mich vom Titel und von der Aufmachung sehr angesprochen hat. Es geht um Liebe ist was für Idioten. Wie mich. von Sabine Schoder. Dieses Buch war wirklich ganz anderes als erwartet, denn ich habe weder mit dem Verlauf der Geschichte gerechnet noch mit dem Ausgang.

Es geht in diesem Buch um die siebzehnjährige Viki, die in ihrem Leben schon viel mitgemacht hat. Ihre Mutter ist gestorben, als Viki noch ein kleines Kind war und ihr Vater hat daraufhin das Trinken angefangen. Viki hatte immer nur ihre Cousine Mel, die ihr Familienersatz geworden ist und bei der sie sich wohlfühlte. Mit Mel konnte sie reden, bei ihr hat sie Weihnachten gefeiert und Mel konnte sie vertrauen.
Auf einer Party trifft Viki Jay. Total bekifft landet sie mit ihm im Bett und am nächsten morgen findet sie sich in seinem Haus wieder. Jay Feretty ist Mitglied der extrem coolen und mega angesagten Schulband Major Malfunction und Viki kann ihn nicht leiden. Da sie sich nur noch an Bruchstücke dieser Nacht erinnern kann, packt sie am morgen ihre Sachen und verschwindet, dabei trifft sie im Haus noch auf Jay´s Mutter, der sie noch schnell steckt, dass ihr Sohn wohl ein kleines Drogenproblem hat und hofft, dass sie von Jay nie wieder etwas hört. Doch, falsch gedacht, denn Jay meldet sich ganz unerwartet bei Viki. Er ist natürlich sauer wegen des Spruchs aber ihm scheint doch auch etwas an Viki zu liegen und die Beiden verabreden sich auf einen Kaffee. Bis hier ist es eine relativ normale Story, doch dann muss Viki in einen Förderkurs in der Schule und dort bekommt sie ein Buch, das mit Sprüchen voll gekritzelt ist. Es ist das Buch von Jay. Jay, der vor kurzem noch auf ihre Schule ging. Und nun von heute auf morgen die Schule verlassen hat. Jay, der nicht mehr bei Major Malfunction spielt und der nicht mehr mit seinen Freunden redet. Hat Vikis „Drogenspruch“ damit zu tun? Sie beschließt sich bei Jays Mutter zu entschuldigen, doch was steckt wirklich hinter Jay´s plötzlichem Abgang?

Zeig mir deine Freunde, und ich sage dir, wer du bist.

Viki ist für mich eine richtig tolle Protagonistin. Sie ist taff und wenn man liest wie sie lebt und unter welchen Umständen sie aufgewachsen ist, dann tut sie einem zwar leid, aber sie gibt dem Leser nicht wirklich Grund sie zu bemitleiden. Sie ist stark, sie kämpft sich durch, ohne dabei unsympathisch zu werden und was das tollste ist, sie kann lieben. Obwohl man das von ihr nicht mehr erwarten würden, wenn man von ihren Erlebnissen mit ihrem Vater liest. Wie die Autorin das am Ende gelöst hat, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
Mein Herz-schmerz-moment war übrigens, als Jay mit seiner Mutter in der Küche steht und die beiden sich umarmen. Viki beobachtet diese Szene und sie denkt:

Ein Gefühl überwältigt mich. Kaltes, flüssiges Licht, das durch mein Innerstes rauscht und die dunklen Ecken füllt. Worte steigen darin zur Oberfläche, eine blendende Erkenntnis: Dir fehlt was, Viki. Etwas Wichtiges.

Sie erlebt bei Jay was eine Familie ist. Auch wenn hier irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Es gibt warmes Essen und alle kochen gemeinsam, man unterhält sich und es liegt kein Müll oder leere Bierflaschen in der Wohnung herum, wie es bei ihr zu Hause der Fall ist.

Niemand hat mir gesagt, dass man auch Tannenbäume und Geschenke verliert, wenn Mama stirbt.

Aber dann spukt man plötzlich Blut in den Vanillepudding und die Warnungen werden so deutlich wie ein Stoppschild vor der Kreuzung, an dem man mit Vollgas vorbeigebrettert ist.

Jay ist über lange Strecken in dem Buch sehr undurchschaubar, was aber auch so sein soll, da das Buch aus Vikis Sicht geschrieben ist. So bekommen wir als Leser eben auch nur die Informationen, die Viki von Jay bekommt und das sind nicht viele. Man merkt, dass er sie wirklich mag. Aber er hat ein Geheimnis und genau wie Viki tappen wir im Dunkeln. Jay redet über Themen über die er reden möchte und wenn es zu speziell wird, dann blockt er. Was verbirgt Jay? Ich hatte eine Vorahnung und doch habe ich auch immer wieder in andere Richtungen gedacht. Ich hatte meine Bedenken ob man Jay trauen kann oder nicht, ebenso wie Viki.
Die Autorin spielt mit uns Lesern und sie beschert uns so einige fiese Schockmomente.

Die Beziehung zwischen Jay und Viki fand ich trotzdem super! Sie ist so authentisch und sie hat mich selbst so richtig an meine Jugend erinnert. Sie ist zwar auf der einen Seite typisch Teenie, aber zum Glück frei von Kitsch und auch frei von irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen, unnötigen Dreiecksbeziehungen oder irgendwelchen belanglosen Eifersuchtsszenen. Sehr, sehr gelungen!

Besonders an diesem Buch sind neben den starken Charakteren und der tollen Schreibweise auch die Kapitelüberschriften, die z.B. heißen:

Ich will andere Menschen nicht mit mir anstecken.

Fazit:
Dieses Buch steckt voller wunderschöner Sätze, die man im ersten Moment, zwischen den ganzen negativen Dingen, die passieren vielleicht gar nicht sieht. Aber dieses Buch schreit: Leben! Es ist traurig, es ist schokierend, es ist angsteinflössend aber vor allem ist es voller Hoffnung und voller Leben und es ist wundervoll! Eins der Besten, wenn nicht sogar das beste Jugendbuch, das ich in diesem Jahr gelesen habe.

Trauigkeit ist wie Wein. Sie lässt sich in Fässer füllen und tief im Inneren lagern, wo sie mit den Jahren zu Apathie und vermeintlicher Stärke gärt. Bis sie eines Tages kippt. Sich in Essig verwandelt, das Herz übersäuert, die Seele vergiftet. Und nur ein Ausweg bleibt: sich in Tränen zu übergeben.

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|Rezension| Love Letters to the Dead

lovelettersLove Letters to the Dead
Autor: Ava Dellaira
Verlag: cbt (Februar 2015)
Seiten: 288 Seiten
Reihe: –
Genre: Young Adult
vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 Jahre

 

 

Worum geht´s:
Die 15 jährige Laurel soll für die Schule einen Brief an einen Toten schreiben. Sie entscheidet sich für Kurt Cobain, weil ihre Schwester May, die ebenfalls bereits verstorben ist, großer Nirvana Fan war. Es bleibt nicht bei diesem einen Brief. Laurel findet Gefallen daran ihre Gefühle „jemandem“ anzuvertrauen und so schreibt sie in Tagebuchform an Amy Winehouse, Janis Joplin, River Phoenix und an viele weitere Berühmtheiten. Irgendwann merkt Laurel aber, dass ihr die Toten zwar zuhören mögen, aber wirklich helfen können ihr nur die Lebenden. Und so öffnet sie sich bald auch ihren Freunden und ihrer Familie.


Meine Meinung:

Love Letters to the Dead ist eins der Bücher, auf dessen deutsches Erscheinen, ich mich in 2015 extrem gefreut habe. Das Buch ist mir im letzten Jahr, auf unzähligen Blogs (englischen und deutschen) sowie auf Goodreads und Instagram, so häufig begegnet und auf Grund des Titels und des wunderschönen Covers immer und immer wieder ins Auge gefallen.
Ich bin sehr froh, dass der cbt Verlag sich entschieden hat, das Originalcover und den Originaltitel zu übernehmen, denn es ist einfach ein Eyecatcher.

Allerdings ist das Buch ganz anderes als ich dachte, denn die Love Letters sind nicht wirklich Love Letters, sondern Briefe in denen Laurel von ihrem Leben berichtet. Sie schreibt von den Problemen in ihrer Familie, von dem Weggang ihrer Mutter, weil sie mit Mays Tod nicht zu recht kam, von der neuen Schule und von neuen Freunden. Außerdem erfährt der Leser etwas über das Leben der toten Stars, was ich als kleines Goodie extrem cool fand. Jetzt weiß ich, wie das Auto von Janis Joplin aussah, dass River Phoenix als Kind einer Sekte angehörte die Children of God hieß und dass Kurt Cobain bevor er berühmt wurde auf der Straße lebte.

Der Schreibstil von Ava Dellaira auf eine ganz besondere Art und Weise sehr poetisch. In den Sätzen, die tatsächlich klingen als hätte sie ein Teenager geschrieben, steckt so viel Kraft und manchmal musste ich sie zweimal lesen um zu verstehen, wie wahr die Worte von Laurel sind. Da die direkte Rede benutzt wird, musste ich mich zunächst ein wenig an den Schreibstil gewöhnen, aber in den Briefen steckt ganz viel Charme und sie klingen total glaubhaft. Nach ein paar Briefen fühlte ich mich sogar selbst angesprochen und hatte das Gefühl Laurel schon ewig zu kennen.

Lange Zeit tappen wir als Leser im Dunkeln und fragen uns, was in der Nacht geschah, als May starb. Doch Laurel verrät es uns zunächst nicht, denn sie hat es noch nie jemandem erzählt. Wir wissen nur, dass Laurel sich große Vorwürfe macht und sich die Schuld an allem gibt. Laurel gibt sich auch daran die Schuld, dass ihre Mutter fort gegangen ist.

Viele Themen die Jugendliche etwas angehen werden angesprochen. Das sind unter anderem Drogen, Scheidung, Homosexualität, Psychische Erkrankungen, Tod eines geliebten Menschen, Partys, häusliche Gewalt bis hin zu Vergewaltigung. Man könnte meinen, dass die Autorin übertreibt und zu viel auf einmal will. Doch dieses Gefühl hatte ich gar nicht. Ich fand es nicht überladen oder gar übertrieben. Es passte alles in die Story. Es passte zu den Figuren und zur Umgebung in der sie leben. Die Themen wirkten auf mich schlüssig und machen Laurels Geschichte rund.

Ein bisschen erinnerte ich mich bei der Lektüre von Love Letters to the Dead an „Willkommen im Leben“. Dabei haben die Handlungen gar nicht viel gemeinsam. Vielleicht lag es daran, weil es um das Erwachsen werden geht. Und weil mich die Beziehung zwischen Laurel und Sky irgendwie an die Begegnungen zwischen Angela Chase und Jordan Catalano erinnerte, aber das nur am Rande! 😉

Fazit:
Love Letters to the Dead ist ein Buch über das  , welches mich ganz tief berührt hat. Ich bin verliebt in Ava Dellairas Worte, in ihre wundervollen Sätze, die sie zu dieser schönen Geschichte vereinte. Love Letters to the Dead ist eins meiner Lesehighlights im März und es hat gute Chancen auf meiner Lieblingsbuchliste zu landen. Großartig!

Vielen Dank an den cbt Verlag!

|Leseempfehlung| Die Luna Chroniken von Marissa Meyer

Bereits vor ca. 2 – 2,5 Jahren, als die Luna Chroniken noch gar nicht ins deutsche übersetzt wurden, wurde die Reihe auf diversen deutschsprachigen Buchblogs extrem gehypt. Ich wurde neugierig, packte Cinder auf meine Wunschliste und … las es dennoch nicht. Warum? Nun ja, das alt bekannte Thema, zu viele Bücher und zu wenig Zeit. Nachdem die Bücher dann allerdings übersetzt wurden und wiederholt in aller Munde waren, musste der 1. Band „Wie Monde so silbern“ einfach ganz schnell auf meine Leselotte. Eine kluge Entscheidung, denn die Luna Chroniken sind eine echte Bereicherung im Bücherregal. Ich liebe Märchenneuerzählungen und die Luna Chroniken von Marissa Meyer sind genau das und noch so viel mehr.

cinderwiemondesosilbernDas erste Buch „Wie Monde so silbern“ (Cinder) ist die Neuinterpretation von Cinderella. Hier wird der Leser in die „neue“ Welt eingeführt. Cinder spielt weit in der Zukunft und es hat sich einiges getan auf der Erde. Die Hauptpersonen sind Linh Cinder und Prinz Kai. Cinder ist ein Cyborg, ein Mensch bestehend aus lebendigem Organismus und Maschinenteilen. Sie lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern und verdient ihr Geld als Mechanikerin. Genau wie Cinderella ist Cinder das „schwarze Schaf“ und wird von der Stiefmutter mehr geduldet als akzeptiert. Durch ihre Arbeit lernt sie Prinz Kai kennen, doch schon kurz darauf ist ihr Leben nicht mehr das was es einst war. Die tödliche Krankheit Leutmose an der bereits Cinders Vater starb, greift weiter um sich und auch Cinders Schwester Peony erkrankt daran. 

 

scarletIwieblutsorotm zweiten Buch „Wie Blut so Rot“ (Scaralet) geht es um Scarlet und Wolf. Es ist eine Rotkäppchen-Adaption. Scarlets Großmutter ist verschwunden und auf der Suche nach ihr trifft sie auf Wolf, ein mysteriöser Typ, dem man zunächst mit Vorsicht begegnet. Trotzdem vertraut Scarlet ihm und macht sich gemeinsam mit ihm auf die Suche nach ihrer Grand-mère.  Zudem wird die Geschichte aus Band 1 im zweiten Teil perfekt untergebracht, so dass der Leser auch weiterhin über Cinder und Kai auf dem laufenden gehalten wird.

 

 

 

cresswiesternesogoldenDas dritte Buch „Wie Sterne so golden“ (Cress) bildet den krönenden Abschluss der Reihe. Dieses Buch handelt von Cress, einem Mädchen, dass ähnlich wie Rapunzel eingesperrt wurde. Allerdings nicht in einen Turm, sondern in einen Satelliten mit ziemlich coolem Hightechequipment.  Dieser dritte Teil ist meiner Meinung nach das Highlight der Luna Chroniken. Warum, weil man hier sowohl auf Cinder und Scarlet als auch auf den neuen Charakter Cress trifft. Geschickt verbindet Marissa Meyer auch hier wieder die unterschiedlichen Personen und Geschichten miteinander und erschafft so, einen gekonnt ausgearbeiteten Abschluss, der das Leserherz höher schlagen lässt.

Fazit:
Science Fiction trifft Märchen, Raumschiffe, Cyborgs, Androiden und fremde Welten. Ein perfekter Mix aus neuen und alten Elementen. Romantisch und aktionreich zugleich. Eine absolute Leseempfehlung für Teenager und junggebliebene Erwachsene 😉