// Rezension // Der verbotene Liebesbrief von Lucinda Riley

:: Rezensionsexemplar ::

Der verbotene Liebesbrief von Lucinda Riley

Aus dem Englischen von Ursula Wulfekamp
Originaltitel: Seeing Double
Taschenbuch, Klappenbroschur, 704 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48406-5
€ 10,99 [D] | € 11,30 [A] | CHF 15,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Goldmann
Erschienen: 18.09.2017

Meine Meinung

Wie ich in meiner letzten Rezension hier bereits erwähnt habe, war es bei Lucinda Riley und mir, Liebe auf den „zweiten Blick“.  In ihrem neuen Roman „Der verbotene Liebesbrief“ schreibt Lucinda Riley ungewohnt spannend, ja schon fast krimimäßig, wohingegen ihre vorherigen Romane eher ruhige Erzählungen sind.

Es geht in „Der verbotene Liebesbrief“ um die junge Journalistin Joanna, die auf die Beerdigung des Schauspielers Sir James Harrison in London geschickt wird um über diese zu berichten. Dort trifft sie auf eine alte Dame, die fast einen Herzinfarkt erleidet und die Joanna notgedrungen nach Hause begleitet.  Diese alte Dame ist etwas skurill, sie wohnt inmitten von Teekisten und sie verhält sich extrem seltsam. Joanna fährt verwirrt zurück zur Trauerfeier. Doch die alte Dame, lässt nicht locker, sie schickt Joanna einen Brief und bittet sie eindrinlich darum, sich mit ihr zu treffen und einer Geschichte über Sir James Harrison nachzugehen. Doch als Joanna sich mit der alten Dame treffen möchte, ist diese bereits tot und es sieht nicht so aus, als wäre sie eines natürlichen Todes gestorben.

Hier beginnt die Story und wir begleiten Joanna dabei, wie sie ein lang gehegtes Geheimnis rund um Sir James Harrison auf zu decken versucht. Hierbei lernt sie die Enkel von Sir James kennen, Marcus und Zoe, die Joanna sofort sympathisch sind.

Anderes als sonst, bewegt sich die Autorin in diesem Roman nicht auf zwei Zeitebenen. Wir bleiben in der Gegenwart (bzw. 1996 denn das Buch ist bereits in den 90ern geschrieben worden), was der Geschichte aber keinen Abbruch getan hat. Im Gegenteil, ich fand es super spannend nicht zu wissen, wie sich alles genau zugetragen hat. Wir Leser bekommen nur die Details, die Joanna auch bekommt und wir sind ebenso entsetzt, überrascht und verängstigt.

Das Buch hat 649 Seiten und ist ein richtig dicker Klopper, doch dank des lockeren Stils von Riley liest es sich in einem Rutsch weg. Hinzu kommt, dass ich die Story super spannend fand. Das Ende war ein bisschen sehr „rosa Blümchen mäßig“und ich finde, dass es das Buch nicht unbedingt gebraucht hätte, aber es ist ein Buch von Lucinda Riley und nicht von Stephen King oder George R.R. Martin und ich denke, dass viele Riley-Leser, genau dieses Ende auch fordern würden.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitsstellung des Reszensionsexemplars.

Advertisements

:: Rezension :: Die Schattenschwester von Lucinda Riley – Hörbuch –

Die Schattenschwester von Lucinda RileyIch gebe zu, dass ich mich ziemlich schwer damit tue, die richtigen Worte für diese Rezension zu finden. Lucinda Riley und ich, wir hatten einen ziemlich holprigen Start. Mein erstes Buch von ihr, das Orchideenhaus hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Mitternachtsrose hingegen fand ich grandios und ist eins der absoluten Highlight Bücher für mich geworden. Auch Die Sieben Schwestern – der Auftakt dieser Reihe – war für mich ein Lesevergnügen. Der zweite Band, Die Sturmschwester war für mich ebenfalls ein ziemlich gutes Buch und darum habe ich mich auch sehr auf Die Schattenschwester gefreut.

Leider war dieses Buch für mich so gar nicht packend. Ich habe immer wieder pausiert, wieder rein gehört und wieder pausiert. Und ich glaube, dass das größtenteils am Hörbuch lag. Ich fand die Sprecherin Bettina Kurth hier überhaupt nicht passend und sie hat so einschläfernd gelesen, dass mir die Story insgesamt einfach ziemlich lahm vorkam. Auch der Part in der Vergangenheit, der hier – wie bereits in den vorangegangenen Bänden – von Oliver Siebeck gesprochen wird, hat mich dieses Mal ziemlich eingeschläfert. Ich habe mich mehrere Monate (!!!) mit dem Hörbuch herumgeschlagen und habe das Buch dann letztendlich als Ebook zu Ende gelesen. Hier waren die Figuren dann für mich auch greifbarer und im Endeffekt glaube ich, dass die Geschichte an sich gar nicht so lahm war. Sondern einfach nur das Erzähltempo für mich einfach nicht passte.

Aber worum geht es überhaupt? Das Buch handelt von Star d’Aplièse, die Schwester, die etwas introvertierter ist und ihre eigenen Bedürfnisse immer hinten anstellt. Sie ist immer für ihre Schwestern da, vernachlässigt sich selbst und ihr Leben dadurch allerdings enorm. Star bekommt von ihrem verstorbenen Vater, wie alle anderen  Schwestern, einen Hinweis auf ihre Herkunft. Diese führt sie zunächst in eine Buchhandlung nach London und von dort zu Flora ins Lake District im Jahr 1909.

Das Setting hat mir auch in diesem Buch, wieder ziemlich gut gefallen. Allerdings konnte mich die Geschichte rund um Flora nicht mitreißen.  keswick-1873663_960_720

Quelle: pixabay

Das klingt jetzt alles nach einem ziemlichen Flop und das gilt für das Hörbuch letztendlich auch.

Das Ende, welches ich dann ja gelesen habe, fand ich allerdings ziemlich gut. Darum landet die Schattenschwester dann doch noch bei 3 Sternen, und ich glaube, daran ist eigentlich nur das Hörbuch schuld. Das nächste Lucinda Riley Buch werde ich auf jeden Fall wieder lesen und ich hoffe, dass es dann wieder ein Highlight wird.

Vielen Dank für den Hörverlag für das Rezensionsexempar!

Übersetzt von Sonja Hauser // Originalverlag: Goldmann HC // Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 2 CDs, Laufzeit: 975 Minuten // Erschienen: 14.11.2016 //  ISBN: 978-3-8445-2313-3 // € 19,99 [D]* | € 22,50 [A]* | CHF 28,50* (* empfohlener Verkaufspreis) // Verlag: der Hörverlag

 

:: Rezension :: Das Leuchten meiner Welt von Sophia Khan

das leuchten meiner Welt

Worum geht´s:

In Das Leuchten meiner Welt geht es um Irenie, deren Kindheit mit neun Jahren endet. Nämlich an dem Tag, an dem ihre Mutter Yasmeen nicht mehr nach Hause kommt. Ihr Vater erklärt ihr nichts und das Thema wird einfach totgeschwiegen. Doch nach 5 Jahren, findet Irenie eine Kiste mit Briefen, die Yasmeen gehören. Irenie wird sofort klar, dass ihre Mutter tot sein muss, denn wenn sie noch leben würde, dann hätte sie diese Kiste bei sich. Es sind Briefe von Ahmed und Irenie macht sich auf die Suche, nach Spuren. Spuren, die sie nach Pakistan führen, Spuren, die ihr vielleicht helfen können zu verstehen, was damals passiert ist.

Meine Meinung:

Angesprochen hat mich zunächst das wunderschöne Cover. Aber auch Titel und Inhalt klangen vielversprechend. Ich dachte, dieses Buch geht so in die Richtung Lucinda Riley oder Kate Morton… Also ein Familiengeheimnis, dass es aufzulösen gilt und das auf zwei Zielebenen spielt. Aber ganz so war es dann leider doch nicht. Ich bin mit diesem Buch lange Zeit gar nicht klar gekommen. Das Buch enthält 2 Teile, nämlich den 1., der in Amerika spielt und den 2. der in Pakistan spielt. In Pakistan erfährt Irenie mehr über Ahmed und Yasmeen.

„Ich stelle mir gern vor, dass sie glücklich waren, im siebten Himmel, doch wenn ich realistisch bin, frage ich mich, wie glücklich man während eines kleinen Stücks gestohlener Zeit sein kann.“

Der Schreibstil ist sehr speziell aber gleichzeitig auch wunderschön. Die Figuren allerdings, waren für mich einfach kaum zu händeln… Ich konnte mich in keinen so wirklich hineinversetzen. Irenie hat in ihrer Kindheit viel mitgemacht, denn selbst als ihre Mutter noch da war, waren die drei nie eine glückliche Familie. Yasmeen ertränkte ihr Unglück nicht selten in Alkohol und leidete an Depressionen. Und auch James, Irenies Vater, ist ein sehr spezieller Charakter. Er war eifersüchtig, auf die Beziehung zwischen Mutter und Tochter und er konnte selbst nie ein wirklicher Vater für Irenie sein. Ich mochte Irenie und auch James trotz der Schicksalsschläge nicht und ich konnte mich auch in keinen der beiden Figuren hineinfühlen. Das hat mir das Lesen extrem erschwert und die Lust, in diesem Buch zu lesen, wurde durch diesen Umstand stark gedrosselt.

„Ich mag es nicht zu erkennen, wie wenig ich weiß. Alte Gardinen haben eine Geschichte, in ihnen steckt der Staub unseres Lebens. Wir erschaffen unsere Umgebung, und sie erschafft uns.“

Fazit:

Im Grunde ist Das Leuchten meiner Welt eine sehr schöne aber auch traurige Geschichte über Liebe und Familie. Trotzdem gibt es meiner Meinung nach Bücher in diesem Genre, die einfach fesselnder sind. Die schöner geschrieben sind und die positivere Charaktere zu bieten hat. Alles in allem ein 3-4 Sterne Buch.

Vielen Dank an den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar!

Titel: Das Leuchten meiner Welt :: Aut0r: Sophia Khan :: Verlag: Diana :: Erschienen: 13.06.2016 :: Aus dem Englischen von Gabriele Weber-Jaric ::  Originaltitel: Yasmeen :: Originalverlag: Harper Collins India :: Taschenbuch, Klappenbroschur, 480 Seiten, 11,8 x 18,7 cm :: ISBN: 978-3-453-35896-6 :: € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

 

:: Rezension :: Winterglücksmomente von Karen Swan

Wintergluecksmomente von Karen Swan

Von Karen Swan habe ich vor ein paar Jahren Ein Geschenk von Tiffany begonnen und habe es abgebrochen, weil es mir tatsächlich zu flach und zu sehr chicklit war. Die Figuren waren mir einfach zu oberflächlich und tussig. Im letzten Jahr habe ich dann trotzdem noch einmal Buch von Swan gelesen, nämlich Winterküsse im Schnee (-Rezi-). Dieses Buch fand ich niedlich und weihnachtlich und echt ganz toll. Aus diesem Grund, habe ich in diesem Jahr auch noch einmal zu einem Swan Buch gegriffen und zwar zu ihrem neuen Buch Winterglücksmomente.

In diesem Buch geht es um Nettie Watson, die einen Job bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung annimmt. Doch ihr Auftritt in einem blauen Hasenkostüm endet mit einer peinlichen Panne. Diese landet auf Youtube und plötzlich ist Nettie der Star im Netz und damit dies auch so bleibt beschließen ihre Freunde weitere Internethypes im Blauen Hasenkostüm mit Nettie zu veröffentlichen. Sogar der Sänger und Superstar Jamie Westlake wird auf das Blue Bunny Girl aufmerksam. Doch Nettie kann sich nicht recht an ihrem neuen Famestatus erfreuen, denn privat läuft es für Nettie gar nicht gut.

Ich fand auch in diesem Buch den Schreibstil von Karen Swan wieder sehr gut. Man konnte das Buch ziemlich schnell und flüssig weg lesen und auch die Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet mit Ecken und Kanten und darum ziemlich echt. Leider kam für mich keine richtige Weihnachtsstimmung auf. Ja, die Geschichte spielt in der Vorweihnachtszeit und ja es wird hier und da Bezug auf Weihnachtsmärkte und die Adventszeit genommen, aber ich hatte mir viel mehr Lichter, Kerzen und Lebkuchen erhofft. Für mich stand Netties Challenge zu sehr im Vordergrund und dadurch ging die Liebesgeschichte etwas unter.

Ich finde außerdem, dass das private Problem von Nettie am Ende etwas zu überspitzt dargestellt war. Ich möchte nicht spoilern nur so viel: für mich war der Beweggrund nicht nachvollziehbar.

Fazit:

Ich finde, dass man dieses Buch auch zu jeder anderen Jahreszeit lesen kann, was ja grundsätzlich nicht schlimm ist, aber, wenn man ein Buch sucht um in Weihnachtsstimmung zu kommen, dann wird man hier, meiner Meinung nach, leider nicht fündig. Dennoch fand ich die Idee mit der Challenge und auch die Liebesgeschichte ganz nett. Karen Swan hat einen tollen Schreibstil und wer Chicklit mag, der wird bestimmt auch an diesem Buch seine Freude haben. Für mich war es leider eine kleine Enttäuschung, weil ich viel mehr „Weihnachten“ erwartet habe.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Autor: Karen Swan :: Aus dem Amerikanischen von Gertrud Wittich :: Originaltitel: Christmas on Primrose Hill :: Originalverlag: Pan MacMillan :: Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten :: ISBN: 978-3-442-48541-3 :: € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis) :: Verlag: Goldmann :: Erschienen: 17.10.2016

 

:: Rezension :: Kiss me in New York von Cathrine Rider

kissmeinnewyorkDarum geht´s:

In Kiss me in New York geht es um Charlotte und Anthony, die sich am Heiligabend am JFK-Flughafen zufällig begegnen. Anthony wird gerade von seiner Freundin abserviert und auch Charlotte wurde gerade von ihrem Freund verlassen. Da auf Grund des Wetters, Charlottes Flug ausfällt sitzt sie am Flughafen fest. Doch statt sich im Selbstmitleid zu baden, weil gerade nichts nach Plan läuft und man nun auch noch Weihnachten nicht bei der Familie sein kann, beschließen die beiden das Beste aus ihrer Situation zu machen. Mit Hilfe eines Buches: „Endlich vom Ex-Partner loskommen -in zehn einfachen Schritten“, machen Charlotte und Anthony New York unsicher. Ob die zehn Schritte funktionieren und was sich zwischen Charlotte und Anthony entwickelt, das müsst ihr selbst herausfinden 🙂

Meine Meinung:

Ich hatte mir von Kiss me in New York, eine romantische, weihnachtliche Story im Stil von Dash & Lily´s Winterwunder erhofft. Und auch das Cover, welches ich total toll finde,  verspricht schon eine ganze Menge verschneite und liebevolle Momente. Leider hat das die Autorin nicht ganz so überzeugend hinbekommen, wie es Rachel Cohn und David Levithan geschafft haben. Ich mochte in Kiss me in New York, die weihnachtliche Atmosphäre sehr gerne. Ich finde, dass Cathrine Rider die Stimmung im verschneiten New York, mit all seinen Lichtern und dem Trubel, sehr gut transportieren kann. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich mochte die Idee und ich mochte das Setting. Leider sind die Figuren nicht richtig zur Geltung gekommen. Ich fand, dass beide, sowohl Charlotte als auch Anthony sehr blass geblieben sind und das obwohl wir immer im Wechsel, ein Kapitel aus seiner Sicht und dann wieder aus ihrer Sicht lesen. Wie sich die Beziehung zwischen beiden ergibt und was sie verbindet, ist für mich nicht ganz transparent geworden, was sehr schade ist, denn ich finde, dass beide durchaus Potential hatten.

Kiss me in New York ist ein Jugendbuch und ja, die Protagonisten verhalten sich auch entsprechend, was vollkommen Ok ist, denn Charlotte ist gerade erst 17 Jahre alt. Das Buch hatte durchaus starke Momente, die dann aber immer wieder von den Schwachen Figuren kaputt gemacht werden. Das Ende fand ich hingegen wirklich sehr süß gemacht. Kiss me in New York ist vielleicht nicht eins der besten Weihnachtsbücher in meinem Regal, aber mir hat es durchaus schöne Lesemomente bereitet und was für mich immer entscheidend ist, es hat mich in Weihnachtsstimmung gebracht.

Fazit:

Ich finde, wenn man Jugendbücher mag und etwas Weihnachtliches lesen möchte, dann kann man Kiss me in New York durchaus empfehlen. Auch wenn man den Figuren mehr Charakter hätte geben können, so fand ich das Buch alles in allem doch ganz Ok.

Vielen Dank an den cbt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Autor: Cathrine Rider :: Originaltitel: Christmas Romance #1 :: Aus dem Englischen von Franka Reinhart  :: Verlag: cbt :: Erschienen: 03.10.2016 :: Paperback, Klappenbroschur, 288 Seiten :: ISBN: 978-3-570-16455-6 :: € 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)