:: Rezension :: Shopaholic & Family von Sophie Kinsella

!!! Achtung !!! Dies ist der 8 Band einer Reihe und kann daher Spoiler zu den vorherigen Bänden erhalten

shopaholicDa liegt er nun vor mir der 8 Band der Shopaholic Reihe. Ganz unschuldig, fast wie ein Rezeptbuch für Eis, lächelt er mich an. Und dabei dachte ich wirklich, dass ich Becky Brandon nie wieder sehen, bzw. lesen werde. Ich hatte all meine Sympathie für diese Protagonistin im letzten Buch Shopaholic in Hollywood aufgebraucht. Ich konnte Becky einfach nicht mehr ertragen und doch habe ich wieder zu einem Buch mit ihr gegriffen.

Warum? Weil es extrem viele positive Stimmen gab und weil ich Fangirl der ersten Stunde bin. Ich habe alle Shopaholicbücher verschlungen und bis zu Band 7 zählte die Reihe zu meiner absoluten Lieblingsbuchreihe. Doch es bahnt sich im Prinzip schon ab Band 5 an, dass es nicht mehr so witzig, nicht mehr so locker ist. Der Charme war plötzlich verschwunden. Band 7 hat dem Ganzen dann die Krone aufgesetzt und ich wollte nie wieder etwas mit Becky zu tun haben.

Tja, und trotzdem habe ich Shopaholic & Family gelesen und ich muss sagen, dass ich extrem niedrige Erwartungen an das Buch hatte. Natürlich habe ich innerlich gehofft, dass es besser wird, aber wirklich daran geglaubt habe ich nicht.

Aber worum geht es überhaupt. Shopaholic & Family knüpft nahtlos an Shopaholic in Hollywood an. Denn da sind am Ende Beckys Vater und Tarkie verschwunden. Becky hatte es sich zuvor mit allen möglichen Menschen in ihrem Leben verscherzt und versucht nun die Wogen zu glätten. Dafür begibt sie sich mit ihrem Mann Luke, ihrer Tochter Minnie, ihrer Mutter, deren Freundin Janice, ihrer Erzfeindin Alice und ihrer ehemals besten Freundin Suze auf einen Roadtrip von L.A. nach Nevade.

Der Plot klingt ja schon vielversprechend, nach einer Menge Spaß und auch nach einer Menge Konflikten. Und sobald irgendwo auf dem Klappentext „Roadtrip“ steht, hab ich das Buch ja schon so gut wie gekauft.

Und ja, ja und nochmal ja!!! Ich bin so froh, dass ich dieses Buch doch noch gelesen habe. Es ist nicht das beste Buch der Reihe, dass muss man ganz klar sagen, aber es hat mich doch mit dem letzten Band versöhnt. Becky zeigt tatsächlich Reue und man nimmt ihr das auch ab. Alles in allem ist das Buch etwas ruhiger, weniger lustig, dafür aber auch weniger nervig.

Was ich über Las Vegas weiß, ist doch sehr begrenzt. Genau genommen schöpfe ich mein Wissen allein aus dem Umstand, dass ich Ocean´s Eleven etwa tausendmal gesehen habe.

Nach und nach wird aufgeklärt, warum Beckys Vater verschwunden ist. Und bei diesem Aufklärungsversuch tappen die 7 in so einige Fettnäpfchen, treffen kuriose Menschen aus Papa Bloomwoods Vergangenheit und zeigen ganz viel Herz. Der altbekannte Kinsella Charme war wieder deutlich zu spüren. Das Buch liest sich sehr angenehm und die Geschichte ist wirklich sehr süß.

Fazit: Ich bin positiv überrascht und kann nur jedem empfehlen, der mit der Reihe bereits gebrochen hatte, diesen Teil doch noch zu lesen. So wie es aussieht, ist dieses Buch auch das letzte Buch der Shopaholic Reihe und ich finde, es ist ein würdiger Abschluss.

 

4sterne

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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:: Rezension :: Fünf am Meer von Emma Sternberg

fünfammeer

„Kurz halte ich inne, schnuppere und frage mich, was das eigentlich bedeutet, wenn man sagt, man würde das Meer riechen. Da liegt kein Hafenwasser, kein Salz in der Luft, kein Algenduft, kein Möwenpipi. Also, was ist es?“

Das Leben von Linn ist gerade am absoluten Tiefpunkt, denn mit ihren 33 Jahren wirft sie zuerst ihren Freund, den sie gerade in flagranti mit ihrer liebsten Arbeitskollegin erwischt hat, aus der Wohnung,  um dann festzustellen, dass die Wohnung gar nicht ihr, sondern ihm gehört. Somit steht sie da, in der Blüte ihres Lebens, ohne Freund, ohne Freundin, ohne Job, sie arbeitet in dem Reisebüro seiner Eltern, und ohne Wohnung.

Doch wie es der Zufall so will,  steht unerwartet ein Erbenermittler aus Manhattan vor der Tür und teilt ihr mit, dass sie ein Haus in den Hamptons, direkt am Meer geerbt hat. Kurzerhand fliegt Linn nach New York, um das Haus für einen stolzen Betrag zu verkaufen. Doch das Erbe birgt noch so einige Überraschungen.

Die ehemalige Pension, steht nach dem Tod ihrer Großtante Dorothy nicht wie erwartet leer. Nein, sie wird von 5 Rentnern bewohnt. Freunde von Dotty, die Linn nun alle auf die Straße setzen müsste, wenn sie das Angebot von 11 Millionen Dollar annimmt und das Sea Whisper Inn verkauft.

Linn beschließt also erst einmal zu bleiben und nach und nach wachsen ihr die Fünf am Meer ans Herz.

Ich hatte wirklich viel Freude mit der Geschichte, rund um die Pension am Meer und ihren 5 Bewohnern, die alle ihre eigene Geschichte zu erzählen haben.

Über die Fünf erfährt Linn und somit auch wir etwas über ihre verstorbene Großtante Dotty, was mir gut gefallen hat. Überhaupt mochte ich die Atmosphäre im Buch sehr. Es ist schön sommerlich, durch die ganze Erbengeschichte auch etwas spannend und wirklich locker geschrieben.

Ich mochte die Personen im Buch sehr gerne, die alle auf ihre eigne Art wunderbar sind. Manchmal etwas kauzig, manchmal etwas verschroben, aber immer sympathisch. Und  auch Linn mochte ich sehr. Was mir an der Geschichte nicht so gut gefallen hat, waren die vielen Zufälle, die die Story doch etwas unrealistisch gemacht haben.

Fazit:

Fünf am Meer ist kurzweiliger Roman über Moral, Freundschaft und ganz allgemein, das Leben. Ein leichter Sommerlesespaß.

4sterne

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Titel: Fünf am Meer :: Autor: Emma Sternberg :: Verlag: Heyne :: Erschienen: 09.05.2016 :: Taschenbuch, Klappenbroschur, 464 Seiten :: ISBN: 978-3-453-42163-9 :: Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A]

 

::Rezension:: Adriana Popescu – Lieblingsmomente

lieblingsmomente

Im letzten Sommer habe ich Lieblingsmomente von Adriana Popescu gelesen und mich dabei so ein kleines bisschen in Stuttgart verliebt, obwohl ich noch nie dort war. Nach der Lektüre ist die Stadt direkt auf meine „Must – Visit – Liste“ gelandet.

„Für mich ist Stuttgart im Sommer mindestens so schön wie die Toskana. Es gibt keine Stadt, in der ich mich so wohlfühle wie hier, auch wenn im Sommer die Luft im Stuttgarter Westen zu stehen scheint und ich mir eine kühle Meeresbrise wünsche.“

Aber worum geht es in Lieblingsmomente?

Es geht um Laya und Tristan, die sich ganz zufällig auf einer Party treffen. Laya ist Partyfotografin und schießt ein Foto von Tristan.  Die beiden verstehen sich auf Anhieb, doch eigentlich sind beide Herzen bereits vergeben. Laya hat Oliver und Tristans Herz hängt an Helen. Kann dieses – nur gute Freunde Ding – wirklich funktionieren?

Bereits der Prolog hat mich sehr berührt. Es ist ein Brief, geschrieben von Tristan an Laya, in dem er sich von ihr verabschiedet. Dann lesen wir die Geschichte aus Layas Sicht, immer mit dem Wissen, dass es diesen Abschiedsbrief gibt. Wir dürfen durch Layas Augen, Stuttgart kennenlernen, was mir sehr gut gefallen hat. Wir gehen mit ihr in die Clubs und lernen Tristan kennen. Layas Gefühle für ihn konnte ich zu 100% nachvollziehen. Da steht er auf einmal in diesem Club, ein gutaussehender Typ, aufmerksam und irgendwie traurig, der ihr einen absoluten Glücksmoment schenkt. Und auf der anderen Seite ist da ihr Partner Oliver. Zwar ist in ihrer Beziehung der Alltag eingekehrt, aber die beiden verstehen sich gut.

„Es heißt doch, man solle den Trott in einer Beziehung durch verrückte kleine Momente aufbrechen.“

Im gesamten Buch spürt man Fernweh, Sommer und dieses Gefühl einfach in einen VW Bulli zu steigen und ans Meer zu fahren. Tristan entführt Laya auf seiner Vespa an seine Lieblingsorte in Stuttgart und die Freundschaft, die sich zwischen den Beiden entwickelt ist sehr authentisch und glaubwürdig. Tristan sieht in Layas Fotos mehr, als nur Hobbyknipserei. Er nimmt sie als Künstlerin ernst und gibt ihr damit das Selbstbewusstsein und ermutigt sie an ihre Träume zu glauben.

„Es steckt mehr in dir als du denkst, mach jeden Moment zu einem Lieblingsmoment.“

Wir als Leser, wissen zunächst nicht warum Tristan, der mit seiner Helen sehr glücklich wirkt, sich so für Laya interessiert. Will er wirklich nur Freundschaft? Warum ist da dieser Funke, dieses Prickeln. Was ist Tristan für ein Typ? Betrügt er seine Freundin?

Lieblingsmomente ist ein Buch zum verlieben. Man verliebt sich mit Laya, in eine (für mich) fremde Stadt. Man verliebt sich in den Sommer, in das Leben und in Tristan. Man möchte ebenfalls, in einer lauen Sommernacht, Wahrheit oder Pflicht spielen und einfach nur verrückt sein.

Das Ende bricht einem fast das Herz. Es ist so schön, so traurig und doch so voller Hoffnung! Einfach nur Hach!

Fazit:

Lieblingsmomente hat mir ganz viele Lieblingsmomente verschafft! Ein absolutes Lieblingssommerbuch. Lesen! Lesen! Lesen!

5sterne

In den kommenden Tagen, folgt meine Rezension zu Lieblingsgefühle, den zweiten Band der Reihe.

 

Verlag: Piper Taschenbuch (13. August 2013) – 384 Seiten – ISBN-13: 978-3492304467 – Preis:  € 9,99 [D], € 10,30 [A]

 

 

:: Rezension :: All die verdammt perfekten Tage

alldieverdammtperfekten

Autor: Jennifer Niven // Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst // Originaltitel: All the bright places // Seiten: 400 // Verlag: Limes 28.12.2015 // Genre: Jugendbuch // ISBN: 9783809026570 // Paperback, Klappenbroschur: € 14,99 [D] € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empf. VK-Preis)

Darum geht´s:

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

Erster Satz:

„Ist heute ein guter Tag zum Sterben?“

Meine Meinung:

Das Thema Selbstmord in Jugendbüchern ist längst nichts neues mehr, eigentlich ist es sogar schon fast ein alter Hut. Trotzdem habe ich zu All die verdammt perfekten Tage gegriffen und war neugierig, ob mich Jennifer Niven mit ihrer Geschichte überzeugen kann. Und ja, das hat sie tatsächlich geschafft. Das Buch ist so wundervoll geschrieben, dass ich mir beim lesen Zeit gelassen habe, um keinen Satz zu verpassen.

„Du bist alle Farben auf der Welt in ihrer ganzen Herrlichkeit.“

Es geht um Theodor Finch, der von allen nur Freak genannt wird und der eines Tages Violet Marckey auf dem Glockenturm seiner Schule antrifft, weil sie sich ganz offensichtlich das Leben nehmen will. Theodor hat zwar selbst den gleichen Plan, dennoch rettet er Violet. Er redet auf sie ein und sie steigt vom Turm. Für alle anderen Mitschüler, die das Geschehen von unten beobachten, sieht es so aus, als hätte Violet Finch gerettet. Da er sowieso der Außenseiter ist, und sie nicht in Schwierigkeiten bringen will, lassen die beiden es bei dieser Version. Doch das Erlebnis auf dem Turm, hat die beiden einander näher gebracht und so entwickelt sich ganz langsam, eine ganz zarte Freundschaft, aus der später dann sogar mehr wird. Auch wenn die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten, finde ich dass sie gut zusammen passen.Theodor sorgt dafür, dass Violet wieder anfängt zu schreiben und auch wieder in ein Auto steigt, denn ihr Selbstmordversuch hat mit dem Tod ihrer Schwester zu tun, den sie noch nicht verarbeiten konnte.

„Kein Winter mehr, nie mehr. Du hast mir den Frühling gebracht, Finch.“

Es könnte also alles schön sein, aber während Theodor Violet wieder ins Leben zurück holt, kann er sich irgendwie nicht aufraffen und seinen Worten folgen. Er leidet ganz offensichtlich an einer manischen Depression, will sich aber nicht in eine Schublade stecken lassen und nimmt darum auch keine echte Hilfe an. Diese Krankheit ist so abgrundtief fies und wenn man selbst nicht betroffen ist, dann kann man als Angehöriger eigentlich nur wenig machen. Auch Violet kann Theodor nicht wirklich helfen. Und so merkt man zwar, dass er leben will, es aber nicht wirklich kann.

„Ich frage mich, ob ich rückwärts zählen kann, ob ich zurückgehen und Violet Marckey mitnehmen könnte, mich dann wieder vorwärts bewegen – mit ihr – , damit wir mehr Zeit haben. Denn es ist die Zeit, vor der ich mich fürchte.“

Ich finde das hat die Autorin sehr gut dargestellt und so beschrieben, wie auch ich es aus meinem privaten Umfeld kenne. Mit Worten dringt man selten zu Menschen mit diesem Leiden durch. Theodor wirkt oft unbeschwert und frei, ja sogar lebensfroh, aber tief im Inneren zerreißt es ihn. Theodor ist extrem, in allem was er macht. Er ist ein Künstler, ein kluger Kerl, aber auch sehr aufbrausend und verliert schnell die Beherrschung.

„Keiner von uns weiß, wie lange er hat, vielleicht einen Monat, vielleicht noch fünfzig Jahre. Ich lebe gerne so, als ob mir nur noch zwei Tage bleiben würden.“

Ich finde, dass die Gefühle, vor allem von Finch,  so perfekt rübergebracht werden, wie ich es selten in einem Jugendbuch gelesen habe. Mein gesamtes Buch ist mit Post-its geschmückt, weil ich beim Lesen immer wieder auf Sätze gestoßen bin, die ich mir raus schreiben will. Hinzu kommt, dass das Buch immer Kapitelweise im Wechsel aus Theodors und aus Violets Sicht geschrieben ist, so bekommt man als Leser ein sehr gutes Fremd- und Selbstbild der beiden Hauptfiguren.

„Ich weiß genau, dass er mir nicht folgen kann, obwohl ich mir sage, dass er einen Weg findet, wenn er mich wirklich liebt.“

Fazit:

Dieses Buch hat mich tief berührt. Es ist so wunderbar geschrieben, die Figuren sind so lebensecht gezeichnet und die Worte, die die Autorin wählt sind einfach nur großartig. Ein sehr trauriges Buch, aber auch ein sehr echtes.

„Du machst mich besonders, und Gott weiß, dass ich mich danach sehne, für dich besonders zu sein.“

5sterne

Vielen Dank an den Limes Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

 

 

|Rezi| Ein Mann namens Ove von Fredrik Backman

einmannnamensoveEin Mann namens Ove

Autor: Fredrik Backman
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 18. August 2014
Verlag : Krüger
ISBN: 978-3810504807
Seiten: 368
Sprache: Deutsch
Genre: Gegenwartsliteratur
Preis: 18,99 €
Reihe: –

Meine Meinung:

Ove ist 59 Jahre alt und Ove hat seit kurzem dienstags schon Zeit seine Arbeitsplatte zu ölen. Denn Ove hat keinen Job mehr. Ove hat auch keine Frau mehr, denn die ist an Krebs gestorben. Ove will also einen Haken in die Decke bohren, denn warum sollte er weiter leben? Wäre da nicht diese nervige Nachbarsfamilie und diese Katze, die ständig seine Pläne durchkreuzen.

„Er war ein Mann aus Schwarz und Weiß. Und sie war Farbe. All seine Farbe.“

Ich habe mit Ove gelitten. Obwohl er auf den ersten Blick den Eindruck macht, ein griesgrämiger, alter Kauz zu sein, ist er auf den zweiten Blick ein ziemlich cooler Typ. Ove fährt einen Saab, was auch sonst? Es ist ein vernünftiges Auto. Kein französisches oder gar amerikanisches, deutsches oder chinesisches. Es ist ein schwedisches! Und Ove ist Schwede! Aber er ist nicht nur Schwede, er ist auch ein Mann, der für Recht und Ordnung in der Nachbarschaft sorgt. Wenn es Verbotsschilder gibt, dann hat sich gefälligst jeder daran zu halten. Er ist so ein richtiger Griesgram. Wir kennen doch alle solche Menschen, oder? Und meist finden wir sie seltsam, spießig und verbohrt. Aber Ove ist nicht nur das, sondern auch herzensgut. Sein Sinn für Gerechtigkeit ist extrem ausgeprägt und das macht ihn zwar zu einem kleinen Nörgler, aber eben auch zu einem liebenswerten Menschen.

Neben Ove war einer meiner Lieblingsfiguren im Buch seine hochschwangere Nachbarin Parvaneh, die sich nicht so einfach von ihm abwimmeln lässt. Sie kocht Ove Reis mit Safran und sie sieht darüber hinweg, wenn er ihren Mann einen Trottel nennt. Sie sieht in Ove, den Mann mit dem großen Herzen und freundet sich mit ihm an. Eigentlich will Ove sich umbringen, aber immer kommt etwas dazwischen.

„Wir können uns mit dem Tod beschäftigen oder dem Leben. Wir müssen nach vorne schauen, Ove.“

Man erfährt als Leser ganz viel über Oves Leben, wie er aufwuchs, wie seine Beziehung zu seinem Vater war und wie er seine Frau Sonja kennenlernte.

Es ist ein Buch über Leben, Liebe, Schicksalsschläge und Freundschaft. Über Verlust und Trauer und über Hoffnung.

Fazit:

Ich habe geweint und gelacht und manchmal beides gleichzeitig. Ove ist ein extrem cooler, extrem kauziger Charakter, den ich komplett in mein Herz geschlossen habe. Ein wirklich witziges Buch aber gleichzeitig auch sehr berührend!

 

5sterne